Karyagdi trägt westfalia rhynern zum höhenflug!
Westfalia Rhynern steht vor dem Sprung in höhere Gefilde – und Kerim Karyagdi ist der entscheidende Faktor. Der Offensivspieler treibt die Mannschaft mit seinen Toren und Vorlagen an und katapultiert sie an die Spitze der Oberliga Westfalen. Regionalliga und DFB-Pokal rücken in greifbare Nähe, während Karyagdi selbst von noch größeren Ambitionen träumt.
Verpasste chancen und glänzende paraden im spitzenspiel
Das Topspiel gegen SG Wattenscheid 09 endete zwar torlos, doch das Spiel bot Spannung pur vor über 3100 Zuschauern. Während Wattenscheid zwar mehr Ballbesitz hatte, waren es Rhynerns Chancen, die mehr Eindruck hinterließen – insbesondere die von Kerim Karyagdi. Die Szene, in der er freistehend am glänzend parierenden Keeper Joshua Mroß scheiterte und den Nachschuss knapp verfehlte, fasst das Spiel exemplarisch zusammen: Verpasste Gelegenheiten auf beiden Seiten, die zeigen, wie eng es an der Spitze zugeht.
"Ich habe den Ball schon drin gesehen", gestand Karyagdi nach dem Spiel. Der Torjäger, der in dieser Saison bereits 15 Treffer und 14 Vorlagen markiert hat, musste sich jedoch dem überragenden Mroß beugen. "Der hält den überragend. Ich habe ihm nach Abpfiff noch mal zu dieser Parade gratuliert," lobte Karyagdi seinen Gegenspieler.

Ein echter leistungsträger entwickelt sich zum schlüsselspieler
Das 0:0 in Wattenscheid bedeutet für Westfalia Rhynern die Tabellenführung und die damit verbundene Qualifikation für den DFB-Pokal – zumindest vorerst. Trainer Tobias Langner zeigte sich zufrieden mit dem Punktgewinn, betonte aber auch: "Wenn es um den entscheidenden Treffer geht, waren wir vielleicht ein Stück näher dran." David Schmidt ergänzte: "Rein von den Chancen her hätten wir das Spiel ziehen müssen."
Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung von Kerim Karyagdi. Der 21-Jährige, der in der vergangenen Saison noch in Brünninghausen in der Westfalenliga spielte, hat sich in Rhynern in kürzester Zeit von einem Ergänzungsspieler zu einem unverzichtbaren Offensivfaktor entwickelt. Schmidt beschreibt seinen Weg als beeindruckend: "Karyagdi hat am Anfang viel Geduld mitgebracht und sich dann seinen Platz erkämpft. Innerhalb weniger Monate hat er sich top entwickelt." Langner sieht in ihm einen "absoluten Topspieler", der konstant Leistung bringt.
Karyagdi selbst sieht seinen Erfolg vor allem im starken Teamgeist: "Wir sind eine Familie. Das ist der Grund, warum wir so weit oben stehen." Diese Einheit spiegelt sich im Spiel wider: Westfalia Rhynern setzt auf Teamwork und Umschaltspiel, anstatt auf einzelne Ausnahmespieler. "Wir sind von vorn bis hinten nur am Ackern," beschreibt Karyagdi die Spielweise. Die Verlässlichkeit jedes einzelnen Spielers und die konstante Qualität auch bei Wechseln sind Schlüsselfaktoren für den Erfolg.
Während die Verantwortlichen im Verein offiziell noch keine zu großen Sprüche abgeben wollen, liegt der Fokus klar auf dem Aufstieg. Im Hintergrund laufen indes die Vorbereitungen für die Zukunft: Karyagdis Vertrag läuft aus, und das Interesse höherklassiger Klubs ist groß. Seine Ambitionen sind klar formuliert: "Mein Ziel ist es, Profi zu werden und irgendwann vor 40.000 Leuten zu spielen." Und wer weiß, vielleicht steht dieser Traum schon in der nächsten Saison in Reichweite.
