Karim lópez will mexiko in die erste nba-runde schießen

Karim López wartet nicht länger. Mit 18 Jahren hat der Flügelspieler aus Hermosillo seinen Eintrag für den NBA-Draft 2026 abgeschickt – und er will mehr als nur einen Vertrag. Er will Geschichte schreiben als erster Mexicaner, der in der ersten Runde gepickt wird.

„Ich habe mein ganzes Leben auf diesen Moment trainiert“, sagt López, während er zwischen zwei Workouts in Los Angeles die Stimme schont. Die Zahlen sprechen für ihn: 11,9 Punkte und 6,1 Rebounds in 25,6 Minuten für die New Zealand Breakers, 49 % Field Goal, 358 Punkte in 30 Spielen – Rekord für ein NBL-Next-Star-Kind.

Von badalona bis auckland: die kurve nach oben

Sein Weg liest sich wie ein Handbuch für globale Karriereplanung. Mit 16 debütierte er in der ACB für Joventut Badalona, spielte eine Saison bei der Farmmannschaft CB Prat in der LEB Oro, dann der Sprung ans andere Ende der Welt. Die Breakers holten ihn 2024, weil sie jemanden suchten, der gegen Veteranen nicht zurückweicht. López lieferte, gewann die Ignite Cup und wurde zum Lehrling von Spielmacher Will McDowell.

Der Vater, Jesús „El Chino“ López, war selbst 146-mal für Mexiko auf dem Park, kennt also den Druck. „Er sagt mir, dass der Name López keine Garantie ist, sondern eine Verpflichtung“, erzählt Karim. Am 12. April wird er 19 – genau dann, wenn die NBA-Scouts ihre Listen finalisieren.

Die Konkurrenz ist brutal: Victor Wembanyama war mit 19 der jüngste Nr.-1-Pick aller Zeiten, und die 2026-Klasse gilt als tief. Doch López bringt etwas mit, was viele US-College-Stars nicht haben: 2,06 m mit 6-10-Foot-Range und zwei Jahre Profi-Erfahrung gegen Erwachsene. „Ich habe gelernt, wie man foult, ohne zu fluchen“, lacht er.

Mexiko wartet seit 25 jahren auf einen ersten runder

Mexiko wartet seit 25 jahren auf einen ersten runder

Bisher schafften es nur Eduardo Nájera (2000) und Jaime Jáquez Jr. (2023) überhaupt in die NBA, beide in der zweiten Runde. Die erste Runde blieb tabu. López kennt die Statistik, er kennt auch die Zahlen auf den Sozial-Media-Kanälen: 2,3 Millionen Follower auf TikTok, 1,1 Millionen auf Instagram – Mexiko brennt auf einen Helden.

Die nächsten Wochen bestimmt alles. Er trainiert in Santa Barbara mit Chris Johnson, dem Shooting-Guru, der schon Kawhi Leonard fit machte. Dann kommen die Pro-Days in Chicago, die Interviews, die psychologischen Tests. „Ich muss keine Show abziehen, ich muss nur meine Stärken zeigen: verteidigen, schießen, den Ball bewegen.“

Am 25. Juni 2026 sitzt er vermutlich im Green Room in Brooklyn. Wenn sein Name in den ersten 30 fällt, explodiert nicht nur Twitter – dann fliegt auch die mexikanische Flagge mit in die Lotterie. Karim López hat den Countdown längst gestartet. Mexiko zählt mit.