Straubing und berlin liefern sich wilde schlägerei – del-playoffs kochen über
01:34 Uhr, Pulsschlag auf 180. Ein Face-off wird zur Zündung, die Handschuhe fliegen, die Sticks klappern aufs Eis – und 16 000 Zuschauer in der Pulverturm-Arena rasten aus. Straubing gegen Berlin, Playoff-Viertelfinale, und mitten drin: ein Knock-out-Krawall, der die Scheibe für 90 Sekunden vergisst.

Warum diese runde plötzlich nhl-feeling hat
Die Tigers hatten die Eisbären in Spiel zwei an die Wand gespielt, doch die Gäste kamen mit offenem Visier zurück. Kapitän Léon Pföderl stocherte nach einem Check gegen die Bande den Gegner an, Ty Ronning antwortet mit einem Cross-Check – und schon prügeln sich fünf Paare gleichzeitig. Kein Linesman wagt sich dazwischen, die Referees lassen es laufen – reine Box-Regel, wie sie die DEL seit Jahren vermissen ließ.
Die Strafen? 142 Strafminuten insgesamt, davon allein 47 gegen Straubings Neuzugang Scott Valentine. Die Herberge steht, die MagentaSport-Mikros fangen jeden Fluch auf. Die Clips gehen viral – nicht wegen eines Tores, sondern wegen der rohen Emotion, die die Liga seit dem Lockout-Jahr 2020 verloren glaubte.
Und die Moral von der Geschicht': Berlin gewinnt trotz des 2:4 die Köpfe, Straubing darf zittern. Denn Spiel drei steigt heute Abend – mit Tim Stützle als Zuschauer auf der Ehrentribüne. Der Ottawa-Star landete nachts um eins in München und schaltete sich per FaceTime in den Kader-Chat ein. Sein Kommentar: „Wenn das keine Playoffs sind, weiß ich auch nicht.“
Kurz: Die Scheibe ist versenkt, die Fäuste noch warm – und die Serie lebt erstmals seit Jahren wieder vom alten „Bullen-und-Bär“-Mythos. Noch zwei Siege, dann holt sich einer der Klubs das Ticket fürs Halbfinale. Oder eben die nächste Runde Prügel.
