Kara entscheidet derby: rapid stürmt an salzburg vorbei!
Ein später Siegtreffer im klassischen Duell: Ercan Kara hat Rapid Wien im Meistergruppen-Spiel gegen Salzburg mit 1:0 zum Sieg geführt. Die Entscheidung fiel erst in der 88. Minute, als der eingewechselte Yusuf Demir den Türken perfekt in Szene setzte. Für Salzburg bedeutet die Niederlage einen Rückschlag im Kampf um den Meistertitel.
Die jokerrolle als kara's spezialität
Während Ercan Kara im Derby noch von Beginn an auf dem Platz stand, musste er gegen Salzburg zunächst auf der Bank warten. Doch wie so oft bewies er, dass er seine Zeit bekommt und dann zuschlägt. Seine Treffer in den letzten Spielen, darunter auch das wichtige Tor im Derby, zeigen seine Bedeutung für die Mannschaft. Der Stürmer scheint die Rolle des Jokers zu genießen und weiß, wann er gefordert ist.
“Natürlich will ich spielen”, betonte Kara nach dem Spiel bei Sky. “Ich fokussiere mich, bin mental bereit – egal ob es 70 Minuten, 20 oder 10 sind. Ich weiß, dass ich immer ein Tor machen und meiner Mannschaft helfen kann.” Diese Einstellung macht ihn zu einem wertvollen Spieler für Rapid.

Schlager kritisiert salzburgs fehlende konstanz
Auf Seiten Salzburgs herrscht Enttäuschung. Torwart Alexander Schlager sprach von einer „klassischen Null-Null-Partie“, die am Ende unglücklich endete. „Wir schaffen es kaum, Spiele zu Null zu spielen. Wenn es eng hergeht, wittert der Gegner etwas“, so Schlager. Er bemängelte, dass seine Mannschaft zwar über weite Teile des Spiels gut gespielt habe, aber letztlich die Früchte der eigenen Arbeit nicht ernten konnte. “Das zieht sich über die Saison hinweg. Wir schaffen es nicht über 90 Minuten konzentriert und aufmerksam zu sein. Wir reden die ganze Saison über die kleinen Details. In solchen Spielen sind wir nicht gut genug.”
Die hohe Erwartungshaltung, die mit der Rückennummer 9 bei Rapid einhergeht, ist Kara bewusst. “Der 9er bei Rapid bedeutet Verantwortung. Das sind große Fußstapfen.” Er scheint sich dieser Verantwortung bewusst zu sein und liefert konstant ab. Für den großgewachsenen Stürmer war es bereits das sechste Saisontor – ein Beweis seiner Torjägerqualitäten.
Obwohl Salzburg den Meistertitel nicht abschreiben möchte, deutet die Leistung gegen Rapid auf anhaltende Probleme hin. Schlager zeigte sich kämpferisch: “Aufgeben tut man einen Brief, mehr nicht.” Die Frage bleibt, ob Salzburg seine Konstanzprobleme in den verbleibenden Spielen der Saison in den Griff bekommen kann.
