Kane bleibt stumm: tuchel schont torjäger gegen japan
Harry Kane flog nach
Asien, blieb auf der Bank – und fliegt wieder heim. Der 32-Jährige fehlt auch im zweiten Test der Three Lions, diesmal gegen Japan. Die Knöchel-Diagnose steht noch aus, der Rekordjagd droht ein Dämpfer.
Knöchel zickt – rekordpause in gefahr
Die Zahl 41 steht seit vier Jahren. Robert Lewandowski hat sie gesetzt, Harry Kane will sie überbieten. 31 Tore hat der Engländer in dieser Bundesliga-Saison gemacht, sieben Spieltage bleiben. Jetzt steht sein Knöchel zwischen ihm und der Ewigkeit. „Leichte Probleme im Training“, twitterte der FA knapp vor dem Anpfiff in Liège. Kein Einsatz, kein Risiko. Tuchel handelt mit Vorsicht, doch jeder Tag außerhalb des Rasens schrumpft sein Restkontingent.
Die Bayern-Blase brennt. Am Samstag geht’s nach Freiburg, drei Punkte gegen das Breisgau-Pressing, dann Leverkusen, Leipzig, Dortmund – kein Gegner, der verschont. Wenn Kane ausfällt, fällt auch die 30-Tore-Marke der Mannschaft in sich zusammen. Musiala und Sané trafen zuletzt, aber nicht mit der Regelmäßigkeit des Kapitäns. Vincent Kompany musste beim 3:0 in Mainz schon auf Muskeln verzichten; ein zweites Luxusproblem kann er sich nicht leisten.
Die Nationalmannschaft zieht ohne ihn weiter. Jude Bellingham führte gegen Uruguay, Ollie Watkins erzielte das 2:0. Das System läuft, aber der Plan A bleibt klar: Kane ist der Fixpunkt, den Tuchel für die WM-Quali braucht. Ohne ihn fehlt nicht nur der Abschluss, sondern auch der erste Pressing-Impuls. England spielt wie ein Uhrwerk mit fehlendem Zahnrad – es läuft, klackert aber.
Die Uhr tickt auch für München. Die 41-Tore-Marke ist keine Nebensache, sie ist das Sahnehäubchen auf einem Triple-Dessert. Drei Titel und ein Jahrhundertrekord würden den Engländer zur Legende machen, noch vor seinem ersten Bayern-Jahr. Aber Legenden brauchen fitte Knöchel. Und die medizinische Abteilung hat den Befund noch nicht offengelegt.
Die nächste Woche entscheidet. Entweder Kane trainiert am Donnerstag durch, oder die Rekordjagd verlagert sich auf die nächste Saison. Dann bleibt die 41 stehen – und Lewandowski kann erst einmal weiterlächeln.
