Kanada demütigt katar: spektakel und provokation im wm-auftaktspiel
Doha – Was für ein Auftaktspiel der Weltmeisterschaft! Kanada schickte Katar mit einer historischen 6:0-Gedownen in die Knie. Ein Match, das alles bot: Dramatik, rohe Gewalt und schließlich eine gehörige Portion Häme. Ein Sieg, der nicht nur sportlich, sondern auch symbolträchtig ist.

Die rote karte als wendepunkt?
Es ist richtig, dass Kanada bereits in regulärer Spielzeit die Oberhand hatte. Die kanadische Elf dominierte das Spielgeschehen, ließ dem WM-Neuling kaum Luft zum Atmen. Doch die zwei roten Karten für Katar waren zweifellos ein entscheidender Faktor. Aber: Kanada ließ nicht locker. Auch in Unterzahl, und erst recht nachdem Kone sah und der sechste Treffer Makaber geschossen wurde, drängten die Kanadier vehement nach vorne. Ein Bild, das den spanischen Trainer des Gegners sichtlich irritierte.
Die Nachspielzeit, die der chilenische Schiedsrichter großzügig mit neun Minuten bemessen hatte – und noch einmal nachjustierte, schließlich ein Tor mehr für Kanada gefallen war – kam bei den Katari nicht gut an. Die Spieler beider Mannschaften lieferten sich nach dem Abpfiff hitzige Diskussionen. Die Kanadier hingegen schienen in bester Fußballer-Manier darauf aus, den Ball hin und her zu passen bis zum finalen Signal. Doch diese Taktik änderte sich abrupt: Sie attackierten erneut, was den spanischen Coach an der Seitenlinie zur Weißglut trieb. Er konnte seinen Unmut gegenüber seinem kanadischen Pendant nicht verbergen.
Die Katari stürmten nach Spielschluss auf die Kanadier zu, um Klarheit zu fordern. Denn: Sportliche Fairness gebietet, alles zu geben – und gerade bei einer Weltmeisterschaft gilt das in besonderem Maße. Doch gegen neun Mann, so schien es, war die Ehre bereits dahin. Am Ende feierte der US-amerikanische Kanadateam mit der Anhängerschaft, wiederholte mehrmals die Zahl sechs – ein deutlicher Hinweis auf die deutliche Überlegenheit.
Die Diskussionen werden weitergehen. Wo lagen die Ursachen für diese Demütigung? War es die taktische Fehlbesetzung der Katari? Oder doch die unbändige Entschlossenheit des kanadischen Teams, das selbst in aussichtslosen Situationen nicht nachließ? Die Antwort ist wahrscheinlich eine Kombination aus beidem. Doch eines ist gewiss: Kanada hat einen bleibenden Eindruck bei dieser Weltmeisterschaft hinterlassen – und Katar einen historischen Tiefpunkt.
