Källman bangt um startelfplatz: darmstadt-duell könnte weichen stellen

Hannover 96 steht vor einer entscheidenden Prüfung im Spitzenspiel gegen Darmstadt 98. Doch die Personaldebatten um Topscorer Benjamin Källman überschatten das sportliche Geschehen. Sechs torlose Spiele in Folge – eine Durststrecke, die dem sonst so treffsicheren Angreifer schwer zu schaffen macht und ihn möglicherweise seinen Stammplatz kostet.

Titz glaubt an seinen mann, aber.

Titz glaubt an seinen mann, aber.

Die Situation ist delikat: Källman, der in 28 Einsätzen zuvor 13 Tore erzielte, musste in den letzten Partien auf die Joker-Rolle zurückgreifen. Benedikt Pichler füllte die Lücke in der Sturmspitze, konnte aber selbst nur drei Saisontore markieren. Trainer Christian Titz, der gemeinsam mit Källman im Sommer 2025 zu 96 stieß, hält dennoch zu seinem Angreifer: „Ich wünsche es Benjamin sehr, dass er wieder trifft, denn ich habe vollstes Vertrauen in ihn. Er war längere Zeit angeschlagen, doch im Training sah man zuletzt gute Abschlüsse. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er seine Form wiederfindet.“

Die Entscheidung von Titz, Källman im Spitzenspiel gegen Darmstadt erneut in der Startformation zu sehen, könnte ein klares Signal an die Mannschaft sein. „Beide Stürmer bringen interessante Qualitäten mit“, so der Coach, der auch Noah Weißhaupt im Auge behält. Der Leihgabe vom SC Freiburg wurde zuletzt nicht berücksichtigt, könnte aber durch die Gelbsperre von Daisuke Yokota profitieren. „Noah hat eine gute Trainingswoche absolviert“, lobte Titz, merkte aber auch an, dass sich neue Spieler erst an die Intensität und den Rhythmus der 2. Bundesliga gewöhnen müssen.

Ein weiterer Baustein für die Abwehr steht jedoch aus: Boris Tomiak, der Abwehrchef, kehrte zwar auf den Trainingsplatz zurück, laboriert aber weiterhin an einer Ellenbogenverletzung. „Ich schließe nicht aus, dass Boris in dieser Saison noch einmal spielen kann“, erklärte Titz, betonte aber, dass sein Arm mindestens zwei Wochen benötigt, um vollständig zu heilen.

Das Spitzenspiel in Darmstadt wird für Hannover 96 zu einem Sechs-Punkte-Spiel. Beide Mannschaften haben aktuell 50 Punkte auf ihrem Konto. „Wir fahren nach Darmstadt, um zu gewinnen“, kündigte Titz an. „Es wird eine schwere Aufgabe, aber wir sind bereit.“ 96 hat in den jüngsten sechs Partien lediglich zwei Siege errungen, während Darmstadt 98 in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat. 96 hat sich neu formiert, die Mannschaft spielt konstant, aber man kann nicht von 28 perfekten Spielen ausgehen. Dies ist aber ein Zeichen für Stabilität, das man ausbauen muss. Es geht nun darum, die Spieler auf den Platz zu bekommen, die ihre Leistung bringen.

Die Spannung steigt, das Duell der direkten Konkurrenten verspricht ein packendes Spiel. Ob Källman seine Torflaute endlich beenden kann, bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen jedoch gut für eine Rückkehr in die Startelf und eine Trendwende im Kampf um die begehrten Plätze in der Fünfer-Spitzengruppe.