Kabwit-poker: basel und le havre im duell um luzerns juwel?

Luzern – Der FC Luzern hat ein echtes Juwel im Kader: Oscar Kabwit. Der 20-jährige Kongolese avancierte in der Super League zum gefürchteten Angreifer und weckt nun Begehrlichkeiten im In- und Ausland. Während der FC basel bereits aktiv wird, schaut auch ein französischer Erstligist interessiert zu.

Kabwits entwicklung: ein sprungbrett für luzern?

Kabwits entwicklung: ein sprungbrett für luzern?

Nur ein halbes Jahr spielte Kabwit in der Hauptstadt, da hat er die Herzen der Luzerner Fans erobert. Der Transfer aus der Demokratischen Republik Kongo im Sommer 2023 war zunächst kein Aufsehen erregendes Ereignis, doch Kabwit bewies mit beeindruckender Entwicklung, was für Talent und Selbstvertrauen möglich ist. Seine zwölf Torbeteiligungen in der laufenden Saison sprechen eine deutliche Sprache. Mario Frick, der scheidende Trainer, lobte den Flügelfspieler denn auch enthusiastisch: „Seine Entwicklung ist Wahnsinn. Da sieht man, was Selbstvertrauen – gerade bei einem Offensivspieler – bewirken kann.“

Doch der Erfolg hat seinen Preis. Neben dem FC basel, der Kabwit ins Visier genommen hat, hält auch der französische Erstligist Le Havre das Auge auf den Youngster. Ob die Franzosen im Sommer ein Angebot unterbreiten, bleibt abzuwarten – die Konkurrenz um Kabwit scheint also groß.

Ein cleverer Deal für Luzern? Die Luzerner haben dank einer Klausel im Transfervertrag mit TP Mazembe die Möglichkeit, Kabwit für lediglich 100.000 Franken fest zu verpflichten. Die finanzielle Situation des Klubs ist allerdings angespannt. Sollte Luzern Kabwit weiterverkaufen wollen, müsste der Verein 40 Prozent der Ablösesumme an Mazembe abtreten. Das könnte Luzern zu einer hohen Ablöseforderung veranlassen – ein Balanceakt zwischen kurzfristiger Liquidität und langfristiger Wertsteigerung.

Die nächsten Wochen werden entscheidend sein. Kabwits Leistungen auf dem Platz werden nicht nur seine eigene Zukunft bestimmen, sondern auch die finanzielle Stabilität des FC Luzern beeinflussen. Die Fans hoffen, dass der Verein es schafft, das Talent zu halten oder zumindest einen möglichst vorteilhaften Transfer zu erzielen. Denn eines ist klar: Oscar Kabwit ist mehr als nur ein Spieler – er ist ein Hoffnungsträger für den Schweizer Fussball.