Kabayel zückt den wm-faustschlag: „ich will usyk k.o. setzen“
Agit Kabayel spricht nicht länger um den heißen Brei herum. Der WBC-Interims-Weltmeister im Schwergewicht sagt gegenüber BILD klipp und klar: „Ich werde Oleksandr Usyk vor die Wahl stellen – in den Ring oder auf die Bretter.“ Die Aussage ist kein Marketing-Gag, sondern Kampfansage. Kabayel will den unumstrittenen König der Division ins Kreuzfeuer nehmen und ihn erstmals seit Jahren wieder k.o. schicken.

Der plan steht: london wird zur schlichtungsstätte
Promoter Ben Shalom verhandelt derzeit mit dem Usyk-Lager über ein Duell im Sommer 2026. Als Austragungsort kursiert die O2-Arena in London. Kabayel trainiert schon in seinem Bensberger Stützpunkt, wo er sich auf 36 Runden Sparring pro Woche verordnet hat. „Wenn Usyk den Gürtel verteidigen will, muss er durch mich“, sagt der 32-Jährige und schmunzelt: „Ich bin bereit, seine Null zu pulverisieren.“
Der Rheinländer kennt die Risiken. Usyk bringt eine Reichweite von 2,06 Meter mit, ist schneller als jeder andere Schwergewichtler und besitzt eine unorthodoxe Süd-Paw-Technik. Kabayel kontert mit Zahlen: „Mein linker Haken hat in den letzten vier Kämpfen eine Trefferquote von 43 Prozent. Usyks Durchschnitt liegt bei 38 Prozent. Ich treffe härter und öfter.“
Die WBC hat intern bereits grünes Licht gegeben, sollte Usyk den Pflichtherausforderer Daniel Dubois vorzeitig erledigen. Kabayel wäre dann der nächste Mann in der Reihe. Der Interims-Titel verleiht ihm das Recht, sofort um die Vollwert-Krone zu fechten. „Ich habe nicht jahrelang gegen B-Boxer gekämpft, um jetzt zu warten“, erklärt er und blickt auf seine Serie von 24 Siegen in Folge. 18 davon vorzeitig.
Ein Sieg gegen Usyk würde nicht nur seine Bankverbindung füllen – Experten schätzen das Purse auf 15 Millionen Euro –, sondern auch die Machtverhältnisse im Schwergewicht verschieben. Kabayel weiß das und nutzt die Stunden vor der Kamera, um sich selbst in die Geschichtsbücher einzuschreiben. „Ich will der erste Deutsche sein, der einen undisputed Champion im Schwergewicht entthront. Das wäre der größte deutscher Box-Sport-Moment seit Max Schmeling.“
Usyks Team reagiert bislang mit Schweigen. Kabayel interpretiert das als Schwäche: „Wenn er so sicher ist, warum zögert er dann? Ich habe mehre Angebote gemacht, er duckt sich. Aber er kann nicht ewig weglaufen.“
Der Countdown läuft. Wenn die Verträge unterschrieben sind, wird der Showdown weniger als 100 Tage später über die Bühne gehen. Kabayels Trainer Otto Ramin deutet schon an, dass sie eine spezielle Sparring-Armee aufgestellt haben: „Wir haben drei Süd-Paws aus Kuba und einen 2,08-Meter-Riesen aus Montenegro geholt. Usyk wird nichts überraschen.“
Box-Fans wissen: Der letzte deutsche WM-Kampf im Schwergewicht liegt über zwei Jahrzehnte zurück. Kabayel will das Trostlose Ende wenden und den Gürtel mit nach Hause bringen. Seine letzte Botschaft klingt wie ein Versprechen: „Wenn der erste Gong ertönt, werde ich nicht tanzen – ich werde zündeln. Und nach der zehnten Runde wird Usyk wissen, warum ich Agit ‚The Hammer‘ Kabayel heiße.“
