Kabayel fordert usyk heraus: box-deal in der pipeline?

Leverkusen – Agit Kabayel hat es offiziell verkündet: Er will Oleksandr Usyk in den Ring stellen. Der Leverkusener Box-Star, derzeit WBC-Interimsweltmeister, hat im Rahmen der Icon League in Zürich seine Pläne offenbart und dabei die Spekulationen um einen möglichen Kampf gegen den ukrainischen Superstar weiter angeheizt.

Riyadh season als finanzier?

Riyadh season als finanzier?

Die Situation ist brisant: Usyk verteidigt am 23. Mai in Gizeh seinen WBC-Schwergewichts-Gürtel gegen Rico Verhoeven. Kabayel, als Interimsweltmeister, hat einen Pflichtkampf gegen Usyk im Herbst, wie der Verband anordnete. Doch der ukrainische Champion deutete bereits Ende März in einem Interview mit der Daily Mail an, dass ein Kampf gegen Kabayel möglicherweise verschoben wird, und stattdessen ein drittes Duell mit Tyson Fury in Betracht gezogen werden könnte. Ein Detail, das Kabayel nun offen anspricht: „Die Riyadh Season möchte gerne nach Deutschland kommen und den Kampf gegen Usyk finanzieren.“

Das ist ein Coup, wenn es stimmt. Die saudi-arabische Initiative könnte den entscheidenden finanziellen Schub für eine Austragung in Deutschland liefern. Kabayel zeigte sich in Zürich sichtlich zuversichtlich: „Meine Aufgabe ist es, die sportliche Herausforderung zu suchen und einfach gentlemanlike Usyk herauszufordern.“

Doch Usyk selbst hält sich weiterhin bedeckt. Er betonte, seine Planungen seien nicht in Stein gemeißelt und wies Forderungen nach einem Pflichtkampf gegen Kabayel zurück. „Ich verstehe, dass die Fans von Agit sagen: Du musst gegen ihn kämpfen. Aber ich muss nicht gegen ihn kämpfen.“ Ein klares Signal an den deutschen Herausforderer, dass der Kampf keineswegs in trockenen Tüchern ist.

Die Fans warten gespannt: Wird Kabayel es schaffen, Usyk in die Enge zu treiben und den ersehnten Kampf zu realisieren? Oder wird der Ukrainer weiterhin Ausflüchte suchen und seinen Titel verteidigen, wie es ihm passt? Die nächste Woche wird entscheidend sein, denn sie wird zeigen, ob die Verhandlungen mit der Riyadh Season Früchte tragen und ob Usyk sich doch noch für einen Kampf gegen den ambitionierten Leverkusener entscheidet. Die Boxwelt hält den Atem an.