Juventus jagt den vierten platz – sassuolo will den großen coup
Der 30. Spieltag der Serie A verspricht Feuerwerk: Die Juventus empfängt den Sassuolo Calcio und braucht unbedingt den dritten Sieg in Folge, um im Kampf um die Champions-League-Ränge nicht den Anschluss zu verlieren. Die Gäste aus Emilia hingegen planen den nächsten Auswärtscoup – und haben dafür ein historisches Erfolgsrezept in der Tasche.
Die zahlen sprechen gegen sassuolo
Die Statistik ist gnadenlos: In 23 Serien-A-Duellen setzte es für die Neroverdi 16 Niederlagen – keine andere Mannschaft bezwang sie häufiger. Auch die 55 kassierten Tore sind Negativrekord. Doch wer denkt, dass die Juve dieses Duell nur noch abzuspulen braucht, vergisst, dass Football Spiele mit Fuß und Herz sind, nicht mit Excel-Tabellen.
Die letzten vier Aufeinandertreffen endeten 2:2 aus Turiner Sicht. Die Folge: Die beiden jüngsten Spiele gingen mit 6:0 an die Alte Dame, die beiden davor mit 5:2 an Sassuolo. Die Botschaft: Wenn die Emilianer auftreten, kann’s auch nach hinten losgehen. Besonders bitter: In keinem der 11 Gastspiele an der Via Alpitour hielten sie die Null – 30 Gegentore bei 2,7 pro Partie spuckt die Tabelle aus.

Der letzte sieg ist noch jung
Am 27. Oktober 2021 bewies Sassuolo, dass es geht. Frattesi und López schossen in Turin den 2:1-Sieg, den bislang einzigen Auswärtserfolg überhaupt. Seither patzten sie zweimal, aber das 0:4 vom September ist lange her und die Marschroute von Trainer Fabio Grosso klar: früh stören, schnell umschalten, die Räume zwischen Juve-Linksverteidiger Cambiaso und Innenverteidiger Bremer suchen.
Bei der Juve liefert Coach Spalletti eine klare Vorgabe ab: Ballbesitz mit Tempo und sofortigem Umschaltspiel nach Balleroberung. Mit McKennie als hängender Spitze und Yildiz auf der halblinken Außenbahn soll die Überzahl im Zentrum erzwungen werden, während David als alleinige Spitze die Abwehrketten auseinanderzieht.
Schiedsrichter, tv und aufstellungen
Pfeift wird Matteo Marchetti aus Ostia, am VAR sitzt Abisso. Anpfiff im Allianz Stadium ist am Samstag um 20.45 Uhr. Zu sehen auf Sky Sport und Dazn, parallel liefert Gazzetta.it Liveticker. Erwartete Aufstellungen:
Juventus (4-2-3-1): Perin – Kalulu, Bremer, Kelly, Cambiaso – Locatelli, Thuram – Conceiçao, McKennie, Yildiz – David.
Sassuolo (4-3-3): Muric – Walukiewicz, Muharemovic, Idzes, Garcia – Thorstvedt, Matic, Koné – Berardi, Pinamonti, Laurienté.
Was heute wirklich zählt
Die Tabelle lügt nicht: Juve liegt fünf Punkte hinter dem vierten Platz, ein weiterer Ausrutscher würde die Lücke zur Champions League auf acht Zähler wachsen lassen. Sassuolo dagegen kann mit einem Sieg auf Relegationsplatz 17 vorrücken und dem Abstieg ein Schnippchen schlagen. Die Moral der Geschichte: In Turin zählt nur ein Ergebnis – und das steht 90 Minuten lang auf Messers Schneide.
