Juventus im verkaufsdruck: cambiaso weckt chelsea- und barça-interesse

Turin bebt! Die Juventus steht vor einem notwendigen Umbruch, und Giovanni Carnevali, der neue Vorstand, muss schnellstmöglich frisches Kapital generieren. Ein Verkauf von Spielern ist unausweichlich, um den Kader zu verjüngen und die finanziellen Wunden der verpassten Champions League zu heilen. Im Fokus steht dabei das Ausnahmetalent Facundo Cambiaso.

Barça und chelsea buhlen um den juwel

Der 26-jährige Außenbahnspieler, der von Trainer Luciano Spalletti als „3D-Spieler“ gelobt wird – ein Spieler, der das Spielfeld nicht nur vertikal und horizontal, sondern auch kreisförmig erfasst – ist heiß begehrt. Sowohl der FC Barcelona als auch Chelsea zeigen ernsthaftes Interesse an einer Verpflichtung. Nach Sondierungsgesprächen in der Vergangenheit, hält der FC Barcelona die Fäden weiterhin offen, während Chelsea, aktuell unter der Leitung von Xabi Alonso, der Cambiaso bereits im Vorjahr ins Visier nehmen wollte, nun aktiv wird.

Die Juventus bewertet Cambiaso auf 40 Millionen Euro. Angesichts eines verbleibenden Restwertes von lediglich 6 Millionen Euro würde ein Verkauf eine beachtliche Transferplus generieren. Carnevali könnte dabei seine guten Beziehungen zu den beiden europäischen Top-Klubs nutzen, die er während seiner Zeit bei Sassuolo pflegte. Der Transfer von Marlon zum FC Barcelona im Jahr 2018 und der Wechsel von Boga zu Chelsea sind Beispiele für erfolgreiche Transaktionen, die Carnevali damals maßgeblich beeinflusste.

Wer ersetzt cambiaso? drei optionen für spalletti

Wer ersetzt cambiaso? drei optionen für spalletti

Doch was passiert mit der Juventus, sollte Cambiaso tatsächlich gehen? Die Verantwortlichen suchen fieberhaft nach einem adäquaten Ersatz. Es gibt drei vielversprechende Kandidaten, die aktuell im Raum stehen.

Sportdirektor Marco Ottolini favorisiert Djed Spence vom Tottenham Hotspur, den er bereits während seiner Zeit beim Genoa unter Vertrag nahm. Spence, ebenfalls ein Spieler aus dem Jahrgang 2000 und wie Cambiaso mit Rechtsfuß, besitzt einen Vertrag bis 2029 und wird auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Ein Leihgeschäft erscheint realistisch.

Luciano Spalletti hingegen setzt sich vehement für Emerson Palmieri ein, der aktuell beim Olympique Marseille unter Vertrag steht. Spalletti, der Palmieri einst bei der Roma zum Durchbruch verhalf, könnte ihn zu einem Schnäppchenpreis nach Turin lotsen – sein Vertrag läuft in nur einem Jahr aus und sein Alter (32 Jahre) spielt ebenfalls in die Karten.

Ein weiteres interessantes Ziel ist Matteo Ruggeri, der den Kader verstärken und gleichzeitig den italienischen Kern der Mannschaft stärken könnte. Die Verhandlungen mit Atlético Madrid bezüglich Sorloth und Nico Gonzalez laufen weiterhin, doch die hohen Preisvorstellungen und die starke Konkurrenz erschweren diese Transfers.

Die Entscheidung über Cambiasos Nachfolge wird in den kommenden Tagen fallen, während Carnevali parallel die Transferstrategie für die gesamte Mannschaft neu ausrichtet. Die Zeit drängt, denn die Erneuerung der Juventus beginnt jetzt – und sie wird schmerzhaft.