Pogacar dominiert: tour de suisse 2026 mit radikalem neustart!

Die Tour de Suisse steht vor einem epochalen Umbruch. Tadej Pogacar, der unangefochtene Star der modernen Radszene, gilt bereits jetzt als haushoher Favorit für den Gesamtsieg, doch die Rundfahrt selbst wird sich in einem Ausmaß neu erfinden, das selbst hartgesottene Radsportfans überraschen dürfte. Ein Blick auf die drastischen Veränderungen, die Rennen und die Frage, ob Roglic wirklich mithalten kann.

Neuanfang in italien: die schweizer rundfahrt wird international

Oliver Senn, der Rennleiter, hat im vergangenen September eine Revolution angekündigt, und die Tour de Suisse 2026 ist der Beweis dafür. Weg vom traditionellen Modell, hin zu einer völlig neuen Konzeption: Der Start findet erstmals jenseits der Landesgrenzen, nämlich in Italien, statt. Das ist nicht nur eine symbolische Geste, sondern ein strategischer Schachzug, um die Rundfahrt internationaler zu positionieren und neue Zielgruppen zu erschließen.

Doch damit nicht genug. Statt der üblichen Etappen von A nach B werden die Fahrer nun Schleifen fahren – von A nach A, so zu sagen. Keine lokalen Rundkurse mehr, stattdessen große, anspruchsvolle Etappen, die die Schönheit und Herausforderungen der Schweizer Alpen in neuem Licht zeigen sollen. Und das alles live auf HBO Max. Diese radikale Neuausrichtung ist ein klares Bekenntnis zu Innovation und ein Versuch, die Zukunft der Tour de Suisse als Kulturgut und Marke zu sichern.

Pogacar im fokus: der letzte test vor frankreich

Pogacar im fokus: der letzte test vor frankreich

Für Tadej Pogacar (UAE-Emirates-XRG) sind diese Veränderungen vermutlich Nebensache. Der Weltmeister sieht die Tour de Suisse vor allem als letzten Feinschliff für die Tour de France und will seinen Palmarès mit einem weiteren prestigeträchtigen Sieg krönen. Nach seinem Triumph bei Mailand - Sanremo im März ist Pogacar in Topform, und die Konkurrenz weiß, was auf sie zukommt. Wie immer, wenn Pogacar an den Start geht, zweifelt niemand an seinem Erfolg – seine letzte Niederlage in einem Etappenrennen datiert bereits von 2023, als Jonas Vingegaard ihn beim Tour-de-France bezwingen konnte.

Doch neben der Frage, wer Pogacar am ehesten herausfordern kann, stellt sich die Frage nach den weiteren Podiumsanwärtern. Bahrain Victorious bringt gleich drei Kandidaten mit, darunter Afonso Eulalio, Lenny Martinez und Antonio Tiberi. Allerdings werden sie im Einzelzeitfahren am vierten Tag des Rennens wahrscheinlich deutliche Rückstände einräumen. Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) hingegen scheint gut gerüstet zu sein – seit dem Transfer von Remco Evenepoel und Florian Lipowitz's dritter Platz bei der Tour 2025 ist Roglic allerdings im Schatten anderer gefahren.

Roglic: form-fragezeichen und eine fehlende trophäe

Roglic: form-fragezeichen und eine fehlende trophäe

Für Primoz Roglic ist die Tour de Suisse mehr als nur ein Rennen – es ist die letzte Chance, eine wichtige Lücke in seinem Erfolgsportfolio zu schließen. Als Kapitän von Raublinger wird er das Gelbe Trikot jagen, doch seine letzten Auftritte waren alles andere als überzeugend. Bei seinen drei Teilnahmen in den letzten Jahren verpasste er immer wieder die Top 15. Und angesichts eines letzten Einsatzes vor sechs Wochen stellt sich die Frage nach seiner aktuellen Form. Wird Roglic seine alte Stärke zurückfinden und Pogacar ernsthaft herausfordern können?

Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) hingegen präsentierte sich beim GP Gippingen in hervorragender Form, was auf eine erfolgreiche Tour de Suisse hindeutet. Er könnte Pogacar am Berg am längsten folgen können. Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5) war zwar ebenfalls dabei, allerdings sagte er seinen Start kurzfristig ab. Das deutsche Sextett mit Namen wie Nils Politt und Maximilian Schachmann wird versuchen, im Feld mitzuhalten, während Österreich mit sieben Teilnehmern die deutschsprachige Nation am stärksten repräsentiert.

Die Tour de Suisse 2026 verspricht ein Spektakel zu werden – ein Neustart für eine traditionsreiche Rundfahrt und ein spannender Test für die Stars der Radszene. Ob Pogacar seinen Favoritenstatus bestätigen kann, ob Roglic seine Form findet und wer sich neben ihnen in die Siegerliste eintragen wird, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Diese Tour wird anders sein als alle vorherigen.