Juve bangt vor pisa: ein sieg muss her, sonst droht der klassenkampf

Der Allianz Stadium bebt. Nicht vor Begeisterung, sondern vor Anspannung. Nach vier Spielen und nur zwei Punkten ist die Juventus am 7. März 2026 in der 28. Serie-A-Runde gegen den Tabellenletzten Pisa auf Sieg programmiert – sonst wird es eng im oberen Tabellendrittel.

Die Zahlen sind gnadenlos: Seit über einem Monaden kein Dreier, dafür zwei Niederlagen und zwei Remis. Die Fans haben die Geduld verloren, die Spieler wirken angespannt. Eine weitere Punktpanne würde die Bianconeri erstmals seit 2012 in die untere Tabellenhälfte katapultieren.

Spalletti will geburtstag mit drei punkten versüßen

Luciano Spalletti feiert seinen 67. Geburtstag genau heute. „Ich will nach dem Spiel ein gemeinsames Foto mit der Kurve“, sagte er Sky. „Das wäre das schönste Geschenk.“ Doch der Coach weiß: Pisa ist kein Geschenk. Die Toskanen holten aus den letzten sieben Partien nur einen Zähler, trotzdem warnt Caracciolo: „Wir müssen ruhig bleiben, sonst zerstören wir uns selbst.“

Die Aufstellungen sind gemeldet. Perin steht für Di Gregorio zwischen den Pfosten, Thuram und Locatelli bilden die Doppelsechs. Vorne leitet David das Spiel, flankiert von Yildiz und Conceiçao. Pisa setzt auf ein 3-5-2 mit Moreo und Durosinmi als Spitzen.

Mandzukic erhält standing ovation

Kurz vor Anpfiff lief Mario Mandzukic auf den Rasen. Der Ex-Stürmer, der von 2015 bis 2019 44 Tore für Juve erzielte, wurde mit stehendem Applik empfangen. Die Kurve rief seinen Namen, er winkte zaghaft. Ein kurzer Moment der Ekstase, bevor die Realität zurückkehrt.

Die Statistik spricht klar für die Hausherren: In 15 Duellen gegen Pisa setzte es keine Niederlage, alle sieben Heimspiele gingen an die Juve. Doch Statistik ist Geschichte, der Druck ist Gegenwart. Thuram versucht, Gelassenheit zu verbreiten: „Wir sind mental stark, wir haben schon Aufholjagden gezeigt.“

Um 20:45 Uhr ertönt der Pfiff. Die Saison steht auf dem Rasen. Verliert Juve, rückt die Europa-League-Quali in weite Ferne. Verliert Pisa, ist die Serie-B-Abstiegszone kaum noch zu verlassen. In Turin zählt nur noch ein Ergebnis: drei Punkte. Alles andere wäre ein Desaster – für Spalletti, für Mandzukic, für 40 000 im Stadion und für alle, die noch an die alte Dame glauben.