Jokic-debakel in minneapolis: nuggets-star am boden!

Die Minnesota Timberwolves haben den Denver Nuggets in Spiel 3 eine Demütigung aufgezwungen, und das vor allem wegen einer Leistung von Nikola Jokic, die selbst eingefleischte Fans schockierte. Der dreifache MVP wirkte gegen Rudy Gobert und die restliche Timberwolves-Defense wie gefangen, was zu einer der schlechtesten Leistungen seiner Playoff-Karriere führte.

Ein shooting-ausreißer, der fragen aufwirft

Ein shooting-ausreißer, der fragen aufwirft

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Jokic traf lediglich sieben von 26 Würfen (26,9 Prozent), darunter nur zwei von zehn Dreiern. Diese Quote ist ein dramatischer Kontrast zu seinen 56,9 Prozent in der Regular Season. Jamal Murray, sonst ein loyaler Unterstützer, konnte seine Augen kaum glauben: „Ich habe noch nie gesehen, dass er so wirft. Das war ein absolutes Ausreißer-Spiel.“ Die Nuggets blieben zum ersten Mal in dieser Saison unter 100 Punkten – ein Beleg für die kollektive Misere, aber auch für die individuelle Schwäche des Stars.

Die Timberwolves, angeführt von einem dominanten Rudy Gobert, machten Jokic das Leben zur Hölle. Seine Analyse danach war ehrlich: „Sie sind groß, lang und sehr gute Verteidiger. Sie zwingen dich dazu, über sie hinwegzuwerfen oder noch einen zusätzlichen Move zu machen.“ Aber es war mehr als nur die Größe; die Timberwolves-Verteidigung zeigte eine Disziplin und Intensität, die Denver völlig überforderte. Auch sein Playmaking, sonst eine seiner größten Stärken, blieb Mangelware. Nur drei Assists, und dazu vier Ballverluste – ein erschreckender Wert für einen Spieler seiner Klasse.

Der Start ins Spiel war katastrophal. Die Nuggets trafen in der ersten Viertel nur drei von 21 Würfen – eine historische Negativmarke für das Team. Das Ergebnis: elf Punkte nach zwölf Minuten. So ein Start lässt sich kaum wettmachen, und die Timberwolves nutzten die Chance, ihren Vorsprung früh in die Höhe zu treiben.

Die Situation wird noch dadurch komplizierter, dass Aaron Gordon verletzt ausfällt. Die Last auf Jokic und Murray ist dadurch immens gestiegen. Murray selbst hatte ebenfalls einen schweren Tag mit nur fünf von 17 Würfen, inklusive verfehlter Dreier.

Die Nuggets trailen nun mit 1:2 in der Serie. Die Physis der Timberwolves hat Denver offensichtlich zu schaffen gemacht. Jokic hatte gegen Gobert 7/21 Field Goals, und über die beiden Spiele hinweg steht seine Bilanz bei 8/29. Die Sorgen um sein Dreierspiel sind real: nur fünf von 24 Versuchen trafen.

Die Nacht auf Sonntag bietet eine Chance zur Wiedergutmachung. Aber eines ist klar: Wenn Jokic nicht seine normale Form findet, wird es für die Nuggets extrem schwierig, die Serie noch zu drehen. Die Timberwolves haben bewiesen, dass sie die Nuggets nicht nur physisch, sondern auch mental brechen können.