Fra startup zu schwergewicht: das weibliche fußballgeschäft explodiert!

Die Zeiten, in denen das Frauenfußballgeschäft als kleines Experiment abgetan wurde, sind längst vorbei. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Das weibliche Fußballgeschäft wächst rasant und nähert sich in atemberaubender Geschwindigkeit den Umsatzzahlen etablierter Top-Klubs.

Chelsea blazed a trail – und andere folgen

Der FC Chelsea hat den Weg vorgezeichnet. Mit einem Budget von nunmehr 45 Millionen Euro – eine Summe, die vor wenigen Jahren schlichtweg unvorstellbar war – demonstrieren die Blues, dass professionelles Frauenfußball eine rentable Investition sein kann. Und Chelsea ist kein Einzelfall mehr. Immer mehr Premier League-Klubs erkennen das Potenzial und steigen in den Wettbewerb ein. Allein für administrative Aufgaben – Marketing, Sicherheit, Stadionpflege – sprangen die Chelsea Women in der Saison 2024/2025 bereits über die 12-Millionen-Euro-Marke.

Ein entscheidender Faktor für den Boom ist die erfolgreiche Individualisierung von Sponsoringverträgen. Durch die eigenständige Vermarktung konnten die Einnahmen massiv gesteigert werden. Insgesamt peilen die sieben Top-Klubs des Kontinents nun einen Umsatz von über 125 Millionen Euro an, mit aggregierten Budgets, die die 160-Millionen-Euro-Grenze überschreiten – Zahlen, die von der Strategieberatung 2Playbook bestätigt wurden.

Das Herzstück dieses aufstrebenden Geschäfts bilden vier Klubs der englischen Women's Super League (WSL): Arsenal, Chelsea, Manchester City und Manchester United. Ergänzt werden sie von den spanischen Giganten FC Barcelona und Real Madrid sowie dem traditionsreichen OL Lyonnes, der unter der Leitung von Michele Kang, einer wahren Förderin des Frauenfußballs, eine neue Ära erlebt.

Mehr als nur fußball: die marke zählt

Mehr als nur fußball: die marke zählt

Die durchschnittliche Saisonumsätze liegen mittlerweile bei beeindruckenden 14 Millionen Euro – ein Wert, der sich zunehmend den Einnahmen aus den audiovisuellen Rechten im Männerfußball annähert. Dieser Aufschwung muss das Wachstum der gesamten Branche vorantreiben. Sponsoring und Merchandising machen bereits 66% des Umsatzes aus – ein Beweis für die steigende Attraktivität des Frauenfußballs.

Sechs der Top-Klubs haben es in der aktuellen Women's Champions League bis ins Viertelfinale geschafft, und Manchester City scheint die Meisterschaft in England in greifbarer Nähe zu haben. Die Einnahmen aus dem Ticketing und der TV-Übertragung steigen stetig, wenngleich die Entwicklung je nach Land und Klub unterschiedlich ausfällt. Die WSL setzt hierbei auf ihre Stärke als finanziell stärkste Liga Europas; der neue Vertrag mit Sky und BBC bringt ab dieser Saison zusätzliche 15 Millionen Euro pro Saison.

Chelsea setzt auf eine ambitionierte Strategie: ab der kommenden Saison werden alle Heimspiele im Stamford Bridge ausgetragen – ein klares Signal der Wertschätzung und des Engagements. Arsenal hingegen verzeichnete mit 7 Millionen Euro pro Spieltag die höchsten Einnahmen, während Chelsea und Barça bei 3,5 bzw. 3,75 Millionen Euro lagen. Der FC Barcelona wird diese Zahl mit der Wiedereröffnung des Spotify Camp Nou voraussichtlich deutlich übertreffen.

Gehälter steigen – talent wird teuer

Gehälter steigen – talent wird teuer

Die Personalkosten sind ein weiterer Indikator für den Wandel im Frauenfußball. Im Jahr 2024/2025 wurden bereits 83,7 Millionen Euro für Gehälter ausgegeben – eine Zahl, die in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter steigen wird. Chelsea investiert hier mit 17 Millionen Euro am meisten, gefolgt von OL Lyonnes, Barça und Arsenal. Der Transfermarkt wird ebenfalls immer dynamischer, insbesondere in der WSL, wo die Klubs bereit sind, hohe Summen für talentierte Spielerinnen zu investieren.

Während der Arsenal durch die Vermarktung der Gruppe von Assets profitabel arbeitet, ähnlich wie Manchester United, haben Barça und Real Madrid ein solides Fundament aufgebaut. Der FC Manchester City verzeichnete Verluste von 3,3 Millionen Euro, während der OL Lyonnes einen Verlust von 7,7 Millionen Euro in der letzten Saison hinnehmen musste. Der FC Chelsea hingegen verfügt über ein Gesamtbudget von 45,4 Millionen Euro – ein Beweis für die außergewöhnliche finanzielle Leistungsfähigkeit dieses Klubs.

Die Entwicklung zeigt deutlich: Das weibliche Fußballgeschäft ist auf dem Weg zur Nachhaltigkeit. Die Klubs, die heute an der Spitze stehen, haben die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Die nächste Generation von Spielerinnen wird davon profitieren – und wir als Fans dürfen Zeuge eines historischen Wandels werden.