Smits: medaillen-jagd nach dem baby – comeback in die nationalmannschaft?

Ein Ausnahmespielerinn, eine große Ankündigung und ein klares Ziel: Xenia Smits, Vizeweltmeisterin im Handball, erwartet Nachwuchs und plant schon jetzt ihre Rückkehr auf das höchste Level. Ihr Ehrgeiz ist ungebrochen, ihre Ziele ambitioniert – und das trotz der bevorstehenden Baby-Pause.

Die geborene kämpferin: smits

Die geborene kämpferin: smits' ziele nach der schwangerschaft

Die gebürtige Belgierin, die seit Jahren die deutsche Nationalmannschaft prägt, hat im Exklusiv-Interview mit dem Münchner Merkur/tz deutlich gemacht: „Familienglück und weitere Medaillen mit der Nationalmannschaft – für die Zukunft will ich beides.“ Ein Statement, das zeigt, dass die 31-Jährige auch in der Phase ihrer Schwangerschaft und nach der Geburt ihres Kindes nicht an ihren sportlichen Zielen zweifelt.

Ihr letztes Länderspiel, das hart umkämpfte Finalegegen Norwegen im Dezember, könnte demnach nicht das Ende ihrer Karriere gewesen sein. „Falls das mein letztes gewesen sein sollte, weil ich nicht mehr auf mein Level komme, wäre das vollkommen okay“, so Smits. Doch sie kündigt an, mit aller Kraft an ihrem Comeback zu arbeiten, um „mindestens das gleiche Niveau wie vor der Schwangerschaft“ zu erreichen. Eine ambitionierte Herausforderung, die sie mit ihrer unermüdlichen Energie in Angriff nehmen will.

Die WM-Silbermedaille, erkämpft nach 18 Jahren Wartezeit für Deutschland, ist ein Beweis für Smits' Bedeutung für die Mannschaft. In 156 Länderspielen erzielte sie beeindruckende 362 Tore. Jetzt geht es darum, das Puzzle zu vervollständigen und bei einem kommenden Turnier endlich Gold zu holen. „Wir wissen jetzt, was es braucht“, betont Smits, voller Zuversicht.

Auch ihre Klubkarriere nimmt eine neue Wendung: Ab Sommer wird sie für den dänischen Verein Odense Handbold spielen. Die Nachricht ihrer Schwangerschaft wurde von ihrem neuen Verein mit offenen Armen empfangen – eine erfrischende Ausnahme in der Sportwelt. „Odense hat die Neuigkeiten begrüßt. Das hat mich ein bisschen überrascht, hilft aber enorm“, so Smits erleichtert. Sie berichtet von positiven Rückmeldungen, im Gegensatz zu Erfahrungen, die sie bei anderen Vereinen und Nationalmannschaften gemacht hat, wo die Akzeptanz von Schwangerschaften im Frauensport oft noch fehlt. Das zeigt deutlich: Es gibt noch Luft nach oben, wenn es darum geht, Vereinbarkeit von Familie und Leistungssport zu ermöglichen.

Smits' Entschlossenheit und ihr positiver Blick in die Zukunft sind inspirierend. Die Handball-Welt wird gespannt beobachten, wie sie ihre Ziele – sowohl als Mutter als auch als Sportlerin – vereinen wird. Ihr Kampfgeist wird sie dabei antreiben, und die deutsche Nationalmannschaft kann sich glücklich schätzen, eine solche Kämpferin in ihren Reihen zu haben.