Jeju wird zum deutschen poker-tempel: gähl und binder kassieren fast 3 millionen in 48 stunden

Jeju ist kein Vulkan, sondern ein Geldberg – und deutsche Spieler schaufeln ihn gerade ab. Nach Daniel Rezaeis 1,64-Millionen-Coup folgte ein Doppelschlag, der die Triton-Series in eine deutsch-österreichische Privatparty verwandelt.

Sebastian Gähl war zuerst dran. 116 Spieler hatten 50.000 Dollar Startgebühl hingeblättert, das Feld voller Highroller-Größen. Gähl schob sich unters Radar, landete trotz 9. und 7. Platz in den beiden Vorturnieren erneut am Final Table – und diesmal ließ er nichts anbrennen. Im Heads-up hatte er Brandon Wilson bereits so weit isoliert, dass die Entscheidung nach vier Händen fiel: As-10 gegen As-9, Board blank, Party auf Deutsch. 1,2 Millionen Euro plus erste Triton-Trophäe, größter Scheck seiner Karriere.

Bernhard binder legt nach und schlägt noch eine schüppe drauf

Bernhard binder legt nach und schlägt noch eine schüppe drauf

Während Gähl die Champagnerkorken knallen ließ, schraubte Bernhard Binder den Deckel wieder zu – und wechselte direkt in den nächsten Siegmodus. Der Mann, der im Dezember die WSOP Paradise für 10 Millionen Dollar gewann, steigerte sich im 125.000-Dollar-Event. 1,81 Millionen Euro später stand er mit der Trophäe im Arm da, als hätte er den Button für „Repeat“ gedrückt.

Die Rechnung ist denkbar simpel: in 48 Stunden fließen 3,01 Millionen Euro an deutsche und österreichische Konten. Die Koreaner schauen betreten auf ihre Karten, die Amerikaner auf leere Chipstacks.

Jetzt richten sich alle Augen auf das 100.000-Dollar-Main Event. Das Buy-in steigt, die Chips werden höher gestapelt – und die Deutschsprachigen haben offenbar noch nicht genug. Wer an diesem Tisch sitzt, weiß, dass „Made in Germany“ gerade nicht für Autos, sondern für unersättliche Pokergier steht.