Janina hettich-walz verpasst podest nach strafschleifen – hausers abschied mit sekt

Ein letztes Stehendschießen zerstörte den Traum vom ersten Podestplatz nach der Babypause. Janina Hettich-Walz hätte in Oslo alles haben können – Rang 4, zwei Schüsse, 12,5 Kilometer. Dann knallte die Scheibe zweimal zu, die Strafrunden folgten, und plötzlich war nur noch Platz 10 übrig.

„Ich war klar im Kopf“, sagte sie im ZDF. „Und deshalb ziemlich verwundert über die Fehler.“ Die Saison der 29-Jährigen endet mit einem Fazit, das sie selbst formuliert: „Gemischt.“ Gute Rennen, zu viele Scheiben, die stehen blieben. Die Bilanz fällt hart aus, weil sie weiß: Mit einer Null kann man Lou Jeanmonnot nicht jagen.

Die Französin hatte den Gesamtweltcup schon vor dem Finale sicher. In Oslo krönte Lisa Vittozzi die Saison mit dem Massenstart-Sieg. Hanna Öberg wurde Zweite, Tereza Vobornikova Dritte. Dahinter kämpften die Deutschen um Sekundenbruchteile. Vanessa Voigt landete als beste Deutsche auf Rang 12, Julia Tannheimer wurde 14., Selina Grotian 25.

Hauser nimmt den hut – und einen schluck sekt

Hauser nimmt den hut – und einen schluck sekt

Während Hettich-Walz über ein weiteres Jahr nachgrübelt, verabschiedet sich Lisa Theresa Hauser für immer. Die 32-jährige Österreicherin fuhr als 19. durchs Ziel, zog den pinkfarbenen Hut tiefer und nahm einen Schluck aus der Flasche. Weltmeisterin von 2021, vergangene Saison noch im Weltcup-Top-Ten – jetzt Schluss. „Ich habe mir gewünscht, dass das letzte Rennen ein Fest wird“, sagte sie. Die Sonnenbrille funkelte gold, das Publikum jubelte, die Karriere ist vorbei.

Hettich-Walz wird bleiben. „Ich habe lange überlegt, ob ich noch ein Jahr weitermache. Aber ich bin nächstes Jahr noch dabei.“ Die Ents cheidung fällt leicht, wenn man die Tochter Karlotta auf dem Arm hat und weiß: Noch ist nicht aller Tage Abend. Die Fehler von Oslo sind abgehakt, nicht die Zukunft.