Jahn-sportpark im umbruch: zwei flutlichtmasten gesprengt – ein neuer sportpark entsteht
Jahn-sportpark im umbruch: zwei flutlichtmasten gesprengt – ein neuer sportpark entsteht
Berlin – Im Berliner Jahn-Sportpark fand am Donnerstag eine kontrollierte Sprengung von zwei der vier alten Flutlichtmasten statt. Dieser Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein im umfassenden Umbau des historischen Sportgeländes zu einem inklusiven Sportpark. Die Sprengung erfolgte unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und wurde von zahlreichen Zuschauern beobachtet.
Sprengung unter sicherheitsvorkehrungen
Bereits im Vorfeld wurde ein großräumiger Sicherheitsbereich eingerichtet, der die Max-Schmeling-Halle und Teile des Mauerparks umfasste. Anwohner wurden informiert und konnten ihre Wohnungen während der Sprengung weiterhin nutzen. Die beiden Masten, mit je rund 39 Tonnen Gewicht und einer Höhe von etwa 50 Metern, fielen nach zwei Warntönen und der Detonation gegen 11:30 Uhr kontrolliert zu Boden. Die Sprengung erzeugte einen Lärmpegel von bis zu 100 Dezibel.

Hintergründe des umbaus
Der Rückbau der Flutlichtmasten ist Teil des größeren Projekts zur Umgestaltung des Jahn-Sportparks. Ziel ist es, eine moderne und inklusive Sportstätte zu schaffen, die allen Menschen, unabhängig von ihren Fähigkeiten, zugänglich ist. Dies wurde durch einen Beschluss des Berliner Senats ermöglicht. Die Stahlkonstruktionen stammten aus dem Jahr 1987 und mussten weichen, um Platz für neue Anlagen zu schaffen.

Zwei masten bleiben erhalten
Trotz des Rückbaus werden
zwei der ursprünglichen Flutlichtmasten erhalten bleiben. Diese sollen als markantes Merkmal des Geländes erhalten bleiben, werden aber nicht mehr für die Beleuchtung von Sportveranstaltungen genutzt, da die bestehende Lichttechnik nicht mehr zeitgemäß ist. Die Entscheidung, diese Masten zu bewahren, berücksichtigt die historische Bedeutung des Jahn-Sportparks.
Inklusion im fokus
Der Umbau des Jahn-Sportparks zielt darauf ab, eine barrierefreie Sportumgebung zu schaffen. Jürgen Dusel, der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, betonte bereits 2024 den dringenden Bedarf an barrierefreien Sportstätten in Deutschland. Das neue Konzept soll sicherstellen, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport treiben und Wettkämpfe erleben können.
Neues stadion und naturschutzbedenken
Im Zuge des Umbaus soll das Cantianstadion, das in den 1950er Jahren errichtet wurde, abgerissen und durch ein neues Stadion mit einer Kapazität von 20.000 Zuschauern ersetzt werden. Allerdings gibt es auch Kritik von Naturschützern, die auf den Verlust von Nistmöglichkeiten für Vögel und Unterschlupf für Fledermäuse durch die Abrissarbeiten hinweisen. Der Schutz der lokalen Fauna ist ein wichtiger Aspekt, der bei den weiteren Bauarbeiten berücksichtigt werden muss.

Ausblick und weitere schritte
Die Sprengung der Flutlichtmasten ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einem modernen und inklusiven Jahn-Sportpark. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich in den kommenden Jahren fortgesetzt, um den Sportpark zu einem Vorzeigeprojekt für integrative Sportstättenentwicklung zu machen. Die Stadtverwaltung verspricht, die Belange des Naturschutzes im weiteren Verlauf der Arbeiten zu berücksichtigen.
