Italiens e-bonus 2026 startet: 30 mio. euro für e-motorräder – aber nur mit haken
Um 12.00 Uhr am Mittwoch, den 18. März 2026, ging die heiß erwartete Plattform für den neuen E-Bonus online – und schon nach wenigen Minuten war klar: 30 Millionen Euro reichen nicht für alle. Wer jetzt eine Elektro- oder Hybrid-Microcar, Motorrad oder einen Roller der Kategorien L1e bis L7e kaufen will, muss schnell sein – und bereit, ein altes Fahrzeug zu verschrotten.
So funktioniert der rabatt im detail
Ohne Altauto gibt’s 30 Prozent auf den Kaufpreis, maximal 3.000 Euro. Mit Verschrottung sind es 40 Prozent, bis zu 4.000 Euro. Der Händler prüft live auf der Invitalia-Plattform, ob noch Geld im Topf ist, und bucht den Zuschlag direkt ab. Kleiner Wermutstropfen: Der Käufer muss das neue Fahrzeug zwölf Monate halten, sonst wird der Bonus fällig.
Doch es gibt eine weitere Einschränkung. Wer kein zwölf Monate altes Fahrzeug auf seinen oder einen Familiennamen hat, darf nur rein elektrische Zweiräder kaufen – Microcars bleiben tabu. Das schränkt die Zielgruppe deutlich ein und dürfte vor allem Stadtbesitzer treffen, die schon lange auf ein Auto verzichten.

Warum der etat knapp werden könnte
150 Millionen Euro verteilt das Ministerium für Unternehmen und Made in Italy eigentlich seit 2021 auf fünf Jahre. Die ersten 60 Millionen waren in zwei Jahren weg. Nun kommen also die restlichen 30 Millionen für 2026 – und sie sind die letzten. Wer also zögert, riskiert, leer auszugehen. Die Vergangenheit zeigt: Nach wenigen Tagen war die Kohle weg, und Händler mussten Kunden absagen.
Die Nachfrage ist laut Händlerverbänden in diesem Frühjahr noch größer, weil die Preise für Benzin und Diesel wieder steigen und viele Pendler auf kleine E-Modelle umsteigen wollen. Die Szene ist also gewarnt: Kein Tag Ruhe, sonst wird aus dem Traum vom leisen E-Roller ein heißer Verzicht.
Übrigens: Die Prämie gilt nur für Neufahrzeuge, die nach dem 18. März 2026 zugelassen werden. Gebrauchte importierte E-Bikes oder Tuning-Modelle bleiben draußen. Und wer denkt, er kriegt den Bonus rückwirkend für sein gestern gekauftes Bike – vergisst es besser.
Fazit: Die Uhr tickt, der Etat schmilzt, und die Konkurrenz schläft nicht. Wer jetzt nicht zuschlägt, zahlt ab morgen wieder den vollen Preis – und der ist seit Januar bereits um durchschnittlich 8 Prozent gestiegen.
