Horror-crash bei salerno: liebespaar stürzt 200 meter in den tod

Ein Freitagabend, der für ein junges Paar aus Capaccio endete, wie ein Alptraum. 29 und 24 Jahre alt. Ein letztes Date an der Küste von Montecorice. Dann ein Knall, ein guardrail, der nachgibt, und ein freier Fall von 200 Metern auf die Felsen über dem Tyrrhenischen Meer.

Laut ersten Protokollen der Guardia di Finanza prallte ihre Volkswagen Polo gegen einen Citroën Jumper, riss die Leitplanke mit und kippte kopfüber die Steilküste. Die Wucht war so groß, dass beide Fahrzeuginsassen herausgeschleudert wurden. Die Karosserie zerschellte am Fuß der Klippe, nur wenige Meter vom Wasser entfernt. Die Rettungskräfte fanden die Leichen verstreut zwischen scharfem Kalkgestein.

Die suche dauerte bis in die morgenstunden

Die suche dauerte bis in die morgenstunden

Nacht, Nebel, kein Halt. Die Bergungsmannschaft von Vigili del Fuoco musste sich von zwei Seiten nähern: ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera aus der Luft, ein Spezialeinsatzboot der Küstenwache von Agropoli von der Seeseite. „Jeder Meter war ein Kampf gegen die Uhr und gegen die Dunkelheit“, sagt Einsatzleiter Marco Santoro. Erst um 3:42 Uhr konnten Letzte-Hilfe-Kräfte die beiden Körper sichern. Der Fahrer des Lieferwagens erlitt nur leichte Prellungen, wurde vor Ort versorgt und durfte nach Hause.

Die Staatsanwaltschaft von Salerno hat die Autobahnstrecke SS 267 zwischen Agropoli und Palinuro für den gesamten Samstag gesperrt. Gutachter untersuchen Spuren, Bremswege, mögliche technische Defekte. Noch ist unklar, warum die Polo nach dem Zusammenstoß nicht mehr lenkbar war. Die Eltern der Opfer haben bereits Gutachter beauftragt.

Für die 3.200 Einwohner von Capaccio bricht eine Welt zusammen. Der Bruder der 24-Jährigen fuhr mit seinem Fischerboot selbst los, um bei der Suche mitzuhelfen. Am Fuß der Klippen zündeten Anwohner in der Nacht Kerzen an. Die Kommune rief eine Gedenkminute für kommenden Sonntag aus. Bürgermeister Franco Pastore: „Wir verlieren zwei Kinder, die das Meer liebten und nun vom Meer zurückgegeben wurden.“

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Auf den Küstenstraßen der Provinz Salerno starben 2024 bereits 18 Menschen – ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die meisten Unfälle passieren zwischen 22 und 4 Uhr, 62 Prozent der Fahrzeuge sind Kleinwagen unter 1.200 kg. Die Frage ist nicht, ob die Strecke sicherer werden muss. Die Frage ist, wie viele Trauerkundgebungen nötig sind, bis endlich handeln wird, wer Verantwortung trägt.