Italiens drittes wm-aus in folge: mehr als nur ein ergebnis

Dreimal hintereinander nicht bei einer Weltmeisterschaft dabei sein – das ist kein Pech mehr. Das ist ein Systemversagen. Und während die Azzurri erneut früh die Koffer packen, stellt sich eine Frage, die weit über die Sportwelt hinausgeht: Was passiert mit einem Land, wenn seine wichtigste Leidenschaft aufhört, auf der größten Bühne zu existieren?

Die zahl, die alles sagt

Der italienische Fußball trägt 12,4 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt bei. 28 Millionen Menschen verfolgen den Sport regelmäßig. Wer also zynisch genug ist, könnte argumentieren: Na und? Das Geschäft läuft doch. Die Serie A existiert. Die Vereine spielen. Das Geld fließt.

Aber das greift zu kurz. Viel zu kurz.

Was wirklich auf dem spiel steht

Was wirklich auf dem spiel steht

Der Dichter und Filmemacher Pier Paolo Pasolini nannte den Fußball einmal „die letzte heilige Darstellung unserer Zeit