Italiens basketball-frauen qualifizieren sich nach 32 jahren für wm: capobianco-team schlägt spanien

Endlich wieder dabei. Die italienische Basketball-Nationalmannschaft der Frauen hat sich nach 32 Jahren für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Das Team von Trainer Andrea Capobianco gewann das entscheidende Spiel gegen Spanien und buchte damit das Ticket für das Turnier in Berlin im September.

Die azzurre sind zurück auf der weltbühne

Die Erleichterung war den Spielerinnen anzusehen. Nach dem Sieg gegen die spanische Auswahl brachen sie in Jubel aus. Das Qualifikationsturnier in Puerto Rico war kein Spaziergang, aber Italien zeigte sich in Bestform. Die Mannschaft besiegte Neuseeland, die Gastgeber und schließlich Spanien.

Lorela Cubaj war eine der Protagonistinnen. Die 24-jährige Centerspielerin aus Terni dominierte unter den Brettern. Ihre Erfahrungen aus der US-Collegeliga und der WNBA machen sie zur Führungsspielerin. „Wir haben keine Angst mehr vor irgendjemandem“, sagte sie nach dem Spiel.

Das Miteinander ist die große Stärke dieser Mannschaft. Zwölf Spielerinnen, die sich seit der Jugend kennen. Sie spielen nicht nur nebeneinander, sie spielen füreinander. Die Defense ist ihr Markenzeichen. Gegnerische Angreiferinnen finden kaum Lücken.

Berlin ruft: das ziel ist klar

Berlin ruft: das ziel ist klar

Für viele Spielerinnen ist es der erste WM-Start überhaupt. Die letzte Teilnahme lag 1992. Damals waren sie noch nicht einmal geboren. Jetzt wollen sie mehr als nur dabei sein. „Wir wollen konkurrieren“, betont Cubaj. „Wir wollen unseren Basketball spielen und uns mit den Besten der Welt messen.“

Die Qualifikation kam in einer hektischen Phase. Die Spielerinnen mussten während der Klubsaison pausieren und nach Puerto Rico reisen. Trotzdem funktionierte das Zusammenspiel von Anfang an. Der Grund: Die Chemie stimmt. Die Gruppe ist aktiv im WhatsApp-Chat. Keys und Olbis halten die Stimmung hoch.

Mit Cecilia Zandalasini verfügt das Team über ein Ausnahmetalent. Die 27-jährige Flügelspielerin zieht die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich und schafft Raum für ihre Mitspielerinnen. „Wir haben Glück, sie im Team zu haben“, sagt Cubaj.

Die Reise geht weiter. Nach dem historischen Erfolg von Puerto Rico wartet nun die Vorbereitung auf Berlin. Das Turnier beginnt am 27. September. Italien ist in Gruppe A mit China, Puerto Rico und den USA. Die erste Partie bestreiten die Azzurre gegen die Amerikanerinnen.

Für Cubaj ist das nur ein weiterer Schritt. „Wir sind bereit. Wir wissen, was wir können. Und wir werden zeigen, dass wir gehören.“