Sinner erledigt indian wells: jetzt jagt er alcaraz und den sunshine-double-traum

Der Regen auf der Côte d’Azur hat Jannik Sinner 2026 gerettet. Weil Monte Carlo ihm zu nass wurde, flog er früher nach Kalifornien – und schrieb Geschichte. Mit dem Triumph bei Indian Wells sichert sich der 24-Jährige als jüngster Spieler aller Zeiten das komplette Slam-Plus-Masters-Samurai-Set: alle vier Grand Slams, alle neun Masters 1000 auf Hartplatz plus die ATP Finals. Federer und Djokovic waren das zuvor einzige Duo, das dieses Puzzle vollendete.

Der regen, der alles veränderte

„In Doha hatte ich das Gefühl, kein richtiges Tennis zu spielen“, sagt Sinner. „Ich wollte eigentlich nach Monaco, aber das Wetter war miserabel. Also bin ich direkt weiter nach Indian Wells – mit zwei Freunden, Golfclubs im Kofferraum und der PlayStation im Hotel.“ Die unplanmäßige Auszeit löste die Blockade: Keine Breakbälle mehr gegen ihn, 91 % Punkte nach Aufschlag eins in der Endrunde gegen Medvedev, vier Aufschlag-Asse im ersten Tiebreak, sieben Punkte in Folge im zweiten.

Die Zahlen sind die Sprache eines Profis, der sich selbst neu erfindet. 0:4 im Tiebreak, 6:4 im Tiebreak – diese Wende ist kein Zufall. „Ich habe mir gesagt: Nur den nächsten Punkt holen. Bei 5:0 ist alles anders als bei 4:1. Ich bin ruhiger geworden, das ist mein neuer mentaler Modus“, erklärt er knapp.

Miami wartet – und mit ihm alcaraz

Miami wartet – und mit ihm alcaraz

Die Sonne der Wüste hat ihm den Glauben zurückgebracht, jetzt geht es nach Florida. Dort verlor er 2021 und 2023 die Finals, 2024 fehlte wegen Sperre. Diesmal reist er mit sechs Siegen im Rücken an, jagt das erste Sunshine-Double seit Federer 2017 und den Welt-No-1-Status. Alcaraz schwächelte in Indian Wells bei überdurchschnittlichen Temperaturen – ein Detail, das Sinner notiert hat.

Sein Start in Miami: Zweite Runde gegen Dzumhur oder einen Qualifikanten. Dazwischen nur 48 Stunden Erholung. „Wenn du im Flow bist, willst du ihn nicht verlieren“, sagt er. Die PlayStation bleibt zu Hause, der Driver bleibt im Koffer. Der nächste Finals-Tiebreak wartet – und Sinner hat gerade erst angefangen, seine beste Version zu zeigen.