Italien: frauen auf dem weg zum wm-ticket – gravinas abschied wirft schatten

Rom – Die italienische Frauen-Nationalmannschaft steht vor einer entscheidenden Phase. Mit zwei Auswärtsspielen gegen Serbien (14. April) und Dänemark (18. April) wittert das Team unter Andrea Soncin ihre Chance, sich für die Weltmeisterschaft 2027 zu qualifizieren. Doch der Abschied von Gabriele Gravina vom Präsidentenamt des italienischen Fußballverbands (FIGC) wirft einen langen Schatten auf den Verband.

Fokus auf die qualifikation: soncin ruft zur höchstleistung auf

„Wir wollen bis zum letzten Moment kämpfen“, betonte Soncin bei der Pressekonferenz im Trainingslager in Coverciano. Die bisherige Bilanz ist ernüchternd: Ein Sieg und ein Unentschieden in zwei Spielen. Serbien und Dänemark führen die Gruppe derzeit an. Es ist eine Chance für alle Spielerinnen und das Team, zu zeigen, dass sie besser geworden sind. Wir arbeiten intensiv daran, unsere mentale Stärke zu verbessern und in jedem Spiel bis zum Schluss fokussiert zu bleiben.“

Die Spielerinnen haben in den letzten Wochen eng mit dem Trainerstab zusammengearbeitet, um die taktischen Feinheiten zu verfeinern und die mentale Stärke zu stärken. „Es war eine intensive Zeit, in der wir viel analysiert und optimiert haben“, so Soncin. „Wir sind überzeugt, dass wir die nötige Entschlossenheit und den Willen haben, um das Ruder herumzureißen.“

Die Situation ist ernst, aber nicht aussichtslos. Das Team muss in den kommenden Spielen seine beste Leistung abrufen, um die Chance auf die WM zu wahren. Nur der Gruppensieg garantiert die direkte Qualifikation.

Gravinas abschied: ein neuanfang für den italienischen fußball?

Gravinas abschied: ein neuanfang für den italienischen fußball?

Der Rücktritt von Gabriele Gravina, der den italienischen Fußball seit 2018 prägte, hat die Gemüter erhitzt. Soncin zeigte sich dankbar für die Möglichkeiten, die ihm Gravina geboten hat. „Ich bin dankbar für die Chance, die mir Gravina gegeben hat. Es ist eine schwierige Zeit für den italienischen Fußball, aber wir müssen uns darauf konzentrieren, unsere Ziele zu erreichen.“

Die Abgänge von Gravina werfen Fragen auf, aber Soncin betonte, dass die Frauen-Nationalmannschaft ihren eigenen Weg geht. „Unsere Entwicklung ist unabhängig von den politischen Entscheidungen im Verband. Wir haben in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, und das liegt auch an den politischen Rahmenbedingungen, die geschaffen wurden.“ Er hoffe, dass die Spielerinnen in Brasilien ein Signal setzen können. „Das würde eine weitere Bestätigung unseres Weges sein.“

Am 19. April wird Andrea Soncin eine Zwischenbilanz ziehen und die nächsten Schritte festlegen. Er ist zufrieden, wenn er sieht, dass die Mannschaft in die richtige Richtung geht und die Leidenschaft für den Sport nicht verloren hat. Denn am Ende zählt nur der Wille, bis zum Schluss zu kämpfen und die Chance auf die Weltmeisterschaft zu nutzen.