Italiano feiert dallinga: „der sieg gibt uns rückenwind für die roma-schlacht“
Reggio Emilia – 15. März 2026, 17:54 Uhr. Kurz nach Abpfiff schlägt Vincenzo Italiano mit der flachen Hand gegen die Wand des Mixed-Zone-Gangs – nicht aus Wut, sondern aus Adrenalin. Der Coach von Bologna FC hat soeben mit einem 1:0-Auswärtssieg beim Sassuolo den dritten Dreier in Serie geholt und weiß: Jetzt geht es gegen die Roma um den Sprung auf Champions-League-Kurs.
Thijs Dallinga war der Mann des Tages, sein Volleytreffer in der 34. Minute die einzige Kugel, die im Mapei-Stadion ihren Weg ins Netz fand. „Ein Traumtor, er hat die Kugel sofort mitgenommen, keine Sekunde Bedenken“, schwärmt Italiano, ohne den Blick vom Feld zu nehmen, auf dem seine Spieler noch immer applaudierend vor der Gästeblock stehen.
Italiano sieht moral-boost für roma-duell
Die Partie war kein Schönwetter-Fußball, sie war ein Stück Arbeit. „Wir haben die erste Hälfte dominiert, hätten vor der Pause noch zwei, drei Male nachlegen müssen“, räumt der Trainer ein. Nach dem Seitenwechsel wechselte Sassuolo auf Dreierkette, doch Bologna ließ die Zentrale dicht. „Große Gefahr? Fehlanzeige. Meine Jungs haben die Räume zugemacht wie eine Rolltreppe, die plötzlich stoppt“, sagt Italiano und grinst breit.
Der Blick richtet sich bereits auf Donnerstag, das Olimpico, die Roma. „Wir wissen, wie laut es wird, wie heiß der Rasen brennt. Aber genau diese Auswärtssiege wie heute geben uns das Selbstvertrauen, dort nicht nur zu bestehen, sondern mitzumischen“, betont der 46-Jährige. Die Tabelle spricht für sich: Bologna hat 49 Punkte, nur zwei weniger als die Giallorossi, und ein Spiel weniger absolviert.

Verletzungspech trübt den glanz
Positiv stimmen die Ergebnisse, nicht aber die Infirmary-Liste. Castro und Heggem mussten vorzeitig runter, Orsolini laboriert an der hinteren Kette. „Wir werden die nächsten 48 Stunden intensiv scanne, sonst droht uns ein Personal-Puzzle“, so Italiano. Doch der Trainer betont: „Wer auf dem Feld steht, wird die Aufgabe erledigen.“
Die Pressekonferenz endet mit einem Satz, der in den Katakomben des Stadions nachhallt: „Wir haben nicht nur drei Punkte geholt, wir haben uns eine Dosis Selbstglauben injiziert – und die wirkt bis Rom.“
