Irans fußballerinnen singen hymne – und salutieren dazu

Drei Tage nach ihrem stillen Protest sangen die iranischen Fußballerinnen beim Women's Asian Cup ihre Nationalhymne – diesmal laut, und mit militärischem Gruß. Was dazwischen lag: Luftangriffe von Israel und den USA auf den Iran, ein toter Revolutionsführer und Familien, zu denen niemand vom Team noch Kontakt hat.

Vom schweigen zum salutieren – was sich verändert hat

Am vergangenen Samstag hatten Israel und die USA koordinierte Luftangriffe auf den Iran gestartet. Zwei Tage später, vor dem Gruppenspiel gegen Südkorea (0:3), blieb das gesamte iranische Team stumm. Kein Ton, kein Mitsingen – ein Bild, das um die Welt ging. Die Exil-Iraner auf den Rängen in Gold Coast verstanden die Botschaft sofort.

Dann kam das zweite Spiel. Gegen Gastgeber Australien öffneten dieselben Spielerinnen den Mund – und hoben die Hand zum Salut. Dasselbe Skript, das bereits 2022 bei der Männer-WM in Katar abgespult wurde: erst Schweigen gegen England, dann Mitsingen gegen Wales. Mutmaßlich auf Anweisung des Verbands. Der Verdacht liegt nahe, dass sich daran wenig geändert hat.

Die trainerin spricht – und sagt dabei sehr viel

Die trainerin spricht – und sagt dabei sehr viel

Irans Cheftrainerin Marziyeh Jafari wählte ihre Worte vor dem Australien-Spiel mit sichtbarer Vorsicht. „Natürlich machen wir uns große Sorgen um die Gesundheit unserer Familien, unserer Angehörigen und aller anderen Menschen im Iran, zu denen wir derzeit keinerlei Kontakt haben