Iranischer wm-zwang: infantino macht hilfloseste zeugnisse
Schock und Unverständnis begleiten den abrupten Abzug der iranischen Nationalmannschaft aus den USA. Nach dem 2:2 gegen Neuseeland und einem überraschenden Besuch von FIFA-Präsident Gianni Infantino wurden die Spieler unmittelbar zur Rückreise gezwungen – ein Vorgang, der die Vorbereitung auf die WM massiv beeinträchtigt.

Die abreise, die alles kaputt macht
Die Situation eskalierte, als Mannschaftskapitän Mehdi Taremi seine Wut Luft machte. Geplant war für Dienstagvormittag noch ein Regenerationstraining, doch stattdessen wurden die Iraner zur sofortigen Abreise aufgefordert. „Das ist nicht für uns und den Fußball“, wetterte Taremi, dessen Frustration über die Umstände offensichtlich ist. Die Entscheidung der FIFA, die Mannschaft so kurzfristig aus den USA zu verabschieden, wird von Taremi als „Desaster“ bezeichnet.
Was niemand so recht thematisiert: Der Mangel an Unterstützung. Nicht nur fehlt das Medienteam, sondern auch der Verbandspräsident und wichtige Teile des Staffs. „Wir haben alles nicht“, klagt Taremi. Bei einer Weltmeisterschaft, wo die Vorbereitung auf das nächste Spiel entscheidend ist, ist dieser Zustand nicht hinnehmbar. Die FIFA, so Taremi, könnte hier deutlich mehr leisten.
Infantino selbst soll in der Kabine der Iraner anwesend gewesen sein, doch auch er schien machtlos. „Natürlich will er uns helfen. Aber es geht auch um andere Dinge“, so Taremi, was auf politische oder logistische Hürden hindeutet, die über den direkten Einfluss des FIFA-Präsidenten hinausgehen. Der Besuch Infantinos, anstatt Erleichterung zu bringen, offenbarte die Begrenztheit seiner Möglichkeiten in dieser chaotischen Situation.
Die Iranische Nationalmannschaft steht somit vor einer außergewöhnlichen Herausforderung. Die kurzfristige Abreise aus den USA, der fehlende Support und die offensichtliche Hilflosigkeit der FIFA lassen Zweifel aufkommen, ob die Mannschaft optimal auf die kommenden WM-Spiele vorbereitet werden kann. Die Diskrepanz zwischen den Ansprüchen einer Weltmeisterschaft und der Realität, in der die Iraner sich befinden, ist schmerzhaft deutlich.
