Lukaku rettet belgien: wm-tag 5 schreibt geschichte
Seattle bebte, als Romelu Lukaku, der gerade noch für viele zum Schatten seiner selbst zu werden drohte, in den letzten Sekunden ein Eigentor von Mohamed Hany erzwang und Belgien vor dem Aus bewahrte. Ein Signal der Hoffnung für die belgische Nationalmannschaft, die mit dem französischen Trainer Rudi Garcia eine kühne Wette eingegangen war.
Die joker-rolle: lukakus comeback
Nur sieben Einsätze und gerade mal 64 Minuten Spielzeit in der gesamten Saison bei SSC Neapel – die Statistiken schienen ein Urteil zu sprechen. Doch Rudi Garcia glaubte an seinen Stürmer. „Ohne ihn geht es nicht“, hatte er betont und damit ein kalkuliertes Risiko eingegangen. Und es zahlte sich aus: 23 Sekunden nach seiner Einwechslung war es Lukaku, der mit seinem Anwesenheitssinn den entscheidenden Druck ausübte und so den 1:1-Ausgleich markierte. Ein Auftakt nach Maß für den 33-Jährigen, der nun die Chance hat, seine Saison zum Vergessen auszulichen.

Uruguay wachte auf: araujo verhindert blamage
Auch Uruguay hatte lange Zeit mit dem Schock des eigenen Nicht-Könnens zu kämpfen. Gegen Saudi-Arabien lagen sie bis zur 80. Minute mit 0:1 im Rückstand, nachdem sie die erste Halbzeit nahezu verschlafen hatten. Abdulelah Al-Amri hatte die „Grünen Falken“ in Führung gebracht. Doch dann erwachte die südamerikanische Mannschaft, und Maxi Araujo sorgte mit seinem Treffer für den Ausgleich. „Manchmal muss man etwas mehr Geduld haben und sein Spiel durchziehen“, kommentierte Kapitän Federico Valverde leicht genervt. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass Uruguay noch Luft nach oben hat.

Iran kämpft sich unentschieden: politisch aufgeladener auftakt
Der Iran bestritt seinen ersten Auftritt bei dieser WM unter politisch brisanten Umständen. Nach einer komplizierten Vorbereitung und vielen Widerständen gelang es Team Melli, gegen Neuseeland ein 2:2 (1:1) zu erreichen. Elijah Just brachte Neuseeland zweimal in Führung (7., 55.), während Ramin Rezaeian (32.) und Mohammad Mohebi (65.) für den Iran trafen. Zehntausende Fans in Los Angeles sorgten für eine atemberaubende Stimmung und trieben die Mannschaft nach vorne.

Österreich vor premiere: rangnick genießt den moment
Für Ralf Rangnick ist es die Premiere als Teamchef von Österreich. Nach 28 Jahren ohne WM-Teilnahme fiebern die Fans einem historischen Auftritt entgegen. „Ich möchte es auch ein Stück weit genießen und innerlich feiern können“, erklärte der 67-Jährige vor dem Spiel gegen Jordanien am Mittwoch. Es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass wir uns auch danach freuen und es im Rückblick genießen können.“
Jordanien schöpft motivation aus arabischen erfolgen
Der jordanische Trainer Jamal Sellami schöpft Motivation aus den bisherigen Leistungen anderer arabischer Mannschaften bei dieser WM. Katar gegen die Schweiz, Marokko gegen Brasilien, Ägypten gegen Belgien und Saudi-Arabien gegen Uruguay – die Ergebnisse sind ein Beweis dafür, dass mit Kampfgeist und Leidenschaft viel erreicht werden kann.
Irak will schockieren: rückkehr nach 40 jahren
Graham Arnold, der Trainer des Irak, hat hohe Ziele. „Nur hier zu sein, reicht nicht“, sagte er vor dem Spiel gegen Norwegen. Das Ziel sei, „unsere beste Leistung abzurufen und zu versuchen, die Welt zu schocken.“ Für den Irak ist es die Rückkehr auf die WM-Bühne nach 40 Jahren – eine Chance, Geschichte zu schreiben und die Welt zu überraschen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass ein Schock nicht ausgeschlossen ist.
