Iran wirft azmoun raus – wegen selfie mit dem feind
Sardar Azmoun, 57 Tore in 91 Länderspielen, ist mit einem Klick Geschichte im Team Melli. Ein gelöschtes Instagram-Bild mit dem Emir von Dubai reicht Teheran, um den Stürmer auszuschließen und sein Vermögen zu sichern.
Das foto, das eine karriere beendete
Die Revolutionsgarden melden: Fertig. Der Angreifer, der die Iraner zur WM 2026 in USA/Kanada/Mexiko schoss, darf nicht mehr für das Land auflaufen, das er jahrelang repräsentierte. Azmoun posierte mit Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktoum – ausgerechnet mit dem Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, die derzeit mit dem Iran im Clinch liegen. Die Bilder verschwanden schnell vom Profil, doch die Screenshot-Armee der Mullahs war schneller. Konsequenz: Ausschluss aus der Nationalmannschaft und Beschlagnahme seiner Innlands-Assets. Auch Teamkollege Mehdi Ghayedi und Ex-Nationalspieler Soroush Rafiei sind betroffen.
Azmoun ist kein Unbekannter im Polit-Gerangel. 2022 brach er vor der Katar-WM das Schweigen und solidarisierte sich mit den landesweiten Frauenprotesten. Im Juni 2025 mietete er ein ganzes Hotel in seiner Heimatstadt Gonbad-e Kavus, um Bombenflüchtlinge kostenlos unterzubringen. Dieses Mal half kein Altruismus – das Regime sieht Verrat.

Der schuss nach vorne könnte nach hinten losgehen
Für den 31-Jährigen, der 2023/24 nur drei Mal für die Roma traf, droht nun ein doppelter Imageschaden: Weg vom Nationalteam, weg vom Heimat-Markt. Sein Klub Shabab Al-Ahli in Dubai steht vor einem Dilemma: einen Star behalten, der bei den eigenen Fans längst auf der Abschussliste steht, oder verkaufen und sportlich schwächer werden. Die WM-Tore bleiben, aber die Trikotfarbe ändert sich – voraussichtlich für immer.
Azmoun wird in den Geschichtsbüchern nicht mehr als Rekordjäger neben Ali Daei stehen, sondern als Spieler, der mit einem Selfie gegen ein ganzes Regime klickte. Die Netto-Ausbeute: null Cent, null Caps, null Toleranz.
