Iran hofft auf reise-erleichterung vor wm-finale gegen ägypten

Ein Hoffnungsschimmer für die iranische Fußballnationalmannschaft: Vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Ägypten in Seattle könnte sich die Reiseplanung für das Team merklich entspannen. Trainer Amir Ghalenoei deutete an, dass seine Spieler möglicherweise früher in die USA reisen dürfen, was die angespannten Umstände der vergangenen Tage deutlich verbessern würde.

Unannehmlichkeiten und akklimatisierungsprobleme prägten die vorbereitung

Die Reise des iranischen Teams in die Vereinigten Staaten war von Anfang an von zahlreichen Einschränkungen geprägt. Anders als erhofft durften die Spieler erst kurz vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Belgien in die USA einreisen. Ghalenoei kritisierte die daraus resultierenden Probleme: „Mein Team hatte in Kalifornien nur 16 Stunden Zeit zur Akklimatisierung. Auch ein Training musste aufgrund der komplizierten Reiseplanung vorzeitig abgebrochen werden.“ Die Situation, so der Trainer, sei „sehr schwer“ und werde „immer schwieriger“.

Ein formelle Beschwerde bei der FIFA blieb aus – entgegen ursprünglicher Pläne. Ghalenoei betonte, er vertraue darauf, dass FIFA-Präsident Infantino sich der Lösung der Probleme annehme. Doch die Aussagen des Trainers legen nahe, dass sich die Lage nun zum Guten wendet. Für das finale Gruppenspiel gegen Ägypten am Freitag in Seattle hat das Team offenbar mehr Freiheiten.

Generalsekretär sprach von einem „dunklen kapitel“

Generalsekretär sprach von einem „dunklen kapitel“

Bereits vor dem ersten Spiel hatte der Generalsekretär des iranischen Fußballverbandes, Hedayat Mombeyni, die Behandlung seines Teams als ein „dunkles Kapitel in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften“ bezeichnet. Die Reiseeinschränkungen, die trotz des Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran weiterhin gelten, behindern nicht nur die sportliche Vorbereitung, sondern stellen auch die Fairness des Wettbewerbs in Frage. Die diplomatischen Spannungen zwischen den beiden Ländern wirken sich offensichtlich auch auf die Teilnahme des Iran an der WM aus.

Die Nachricht von möglichen Reiseerleichterungen kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die iranische Mannschaft gegen Ägypten um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen muss. Ob die veränderten Umstände tatsächlich zu einer Leistungssteigerung führen, wird sich am Freitag zeigen. Die Hoffnung auf eine entspanntere Vorbereitung ist aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um den Druck auf die Spieler zu minimieren und ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Spiel zu bieten. Die Reisebeschränkungen haben gezeigt, dass der Sport oft ein Spiegelbild politischer Realitäten ist – und die iranische Mannschaft nun beweist, dass sie trotz aller Widrigkeiten kämpfen wird.