Wm-schock: tunesien scheitert – renards coup geht krachend nach hinten los!
Monterrey/Mexiko – Ein Schock für den nordafrikanischen Fußball: Tunesien ist nach nur zwei Spielen bei der WM ausgeschieden. Das 0:4 gegen Japan besiegelt das vorzeitige Aus und wirft einen bitteren Schatten auf den fulminanten Trainerwechsel vor dem Turnier. Der Traum von der WM-Sensation ist geplatzt.
Blitzstart der samurai: japan überrascht mit frühem tor
Nur 207 Sekunden benötigten die Japaner, um Tunesien mit einem frühen Treffer zu demoralisieren. Der ehemalige Frankfurter Daichi Kamada, mittlerweile bei Crystal Palace unter Vertrag, netzte per Lupfer ein – ein Tor, das die tunesische Abwehr völlig aus dem Konzept brachte. Ironischerweise war es derselbe Kamada, der Japan im ersten Spiel gegen die Niederlande mit seinem späten Ausgleich noch die Hoffnung erhalten hatte. Die Szene, wie er den Ball über die Linie schob, wird lange in Erinnerung bleiben.
Doch Japan ließ nicht locker. Ueda vergeben bereits in der 6. Minute eine Großchance, Kamada in der 9. Minute ebenfalls – und die Torlinientechnik verhinderte in der 10. Minute ein weiteres, frühes Gegentor. Ayase Ueda stellte den Spielstand dann kurz vor der Pause auf 2:0, womit die Weichen für einen klaren Sieg gestellt waren.

Tunesien chancenlos: die offensive versagt
Nach dem Seitenwechsel wurde es für Tunesien noch deutlicher. Junya Ito erhöhte in der 69. Minute auf 3:0, und erneut Ueda sorgte in der 84. Minute für den Endstand von 4:0. Die tunesische Offensive wirkte über die gesamte Spielzeit harmlos und fand kaum Mittel gegen die japanische Abwehr.
Ein kurioser Moment am Spielfeldrand: Weltmeister Sami Khedira verfolgte das Spiel mit seinem Bruder Rani, dem Kapitän von Union Berlin. Rani Khedira saß zunächst nur auf der Bank und wurde erst in der 90. Minute eingewechselt – ein Signal der Resignation vielleicht?

Trainerwechsel als rohrkrepierer: geschichte wiederholt sich
Das Aus von Tunesien ist nicht nur sportlich, sondern auch politisch brisant. Es ist bereits der zweite Trainerwechsel während einer WM in der tunesischen Geschichte. Bereits 1998 musste Henryk Kasperczak nach zwei Niederlagen in der Gruppenphase gehen – und auch damals schied Tunesien als Letzter aus. Ein trauriger Beweis dafür, dass kurzfristige Lösungen in der WM-Vorbereitung selten zum Erfolg führen. 28 Jahre später wiederholt sich die Geschichte, und die tunesische Fußball-Nation steht vor einem Neuanfang.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Tunesien erzielte in drei Spielen nur ein Tor, während Japan sieben Treffer markierte. Die Diskrepanz verdeutlicht die Leistungsunterschiede zwischen den beiden Teams und den gescheiterten Versuch, mit einem Trainerwechsel das Ruder herumzureißen.
