Ingolstadt fegt münchen mit 7:2 weg – straubing steht mit dem rücken an der wand
Die Playoff-Luft wird dünn für den EHC München: Der ERC Ingolstadt schießt die Haie mit einem 7:2 aus der Arena und zwingt die Serie in die Verlängerung. 50 Sekunden reichen, um die Partie zu killen – und eine brutale Attacke sorgt für einen bitteren Nachgeschmack.
Dreierschlag in 50 sekunden – münchen kassiert k.-o.
Philipp Krauß trifft früh, doch der eiskalle Moment kommt in der 11. Minute: Riley Barber, Alex Breton, wieder Barber – drei Tore in nicht einmal einer Minute, alles in Überzahl. München steht wie angewurzelt, das Playoff-Herz schlägt plötzlich nur noch in Ingolstadt. Kurz vor der ersten Pause macht Myles Powell das 5:0 perfekt – die Hauptstadt der bayerischen Eishockey-Stolz schweigt.
München kommt mit mehr Biss zurück, Chris DeSousa netzt in zweiter Powerplay-Phase zum 5:1. Doch Ingolstadt antwortet sofort: Alex Breton lässt seinem Torriecher erneut freien Lauf, 6:1. Veit Oswald markiert zwar noch das 6:2, doch Breton komplettiert seinen Hattrick in doppelter Überzahl – 7:2, Schlusspunkt.
Dann wird es hässlich: Fabio Wagner rammt Edwin Tropmann kopflos an die Bande. Die Schiedsrichter pfeifen sofort ab, Tropmann muss auf der Trage vom Eis – die Teams verzichten auf die letzten Sekunden, die Uhr läuft im Schweigen herunter. Die Liga wird das Bild nicht so schnell vergessen.

Straubing tigers – eine offense ohne zähne
Im Osten der Republik sieht es für die Straubing Tigers noch düsterer aus. Die Eisbären Berlin gewinnen auch Spiel vier mit 2:1 und führen damit 3:1 in der Serie. Die Tigers scheitern an der eigenen Chancenverwertung, selbst ein Vier-Minuten-Powerplay bleibt ohne Torerfolg. Tyler Madden erzielt zwar den Anschlusstreffer 59 Sekunden vor Ende, doch das reicht nur für Statistiker.
Craig Woodcroft blickt auf eine traurige Serie: Dreimal in Folge scheiterte Straubing in den Playoffs an Berlin – und die nächste Pleite würde die Tigers erneut vor Heimspiel-Aus bescheren. Gründonnerstag, 2. April, 19:15 Uhr, Pulverturm: Entweder die Tigers beißen zurück, oder die Eisbären buchen schon wieder das Ticket fürs Halbfinale.
Die DEL-Playoffs liefern das, was sie versprechen: Drama, Zahlen, Zorn – und ein Ingolstadt, das plötzlich wieder von der Meisterschaft träumt.
