Imoco zerquetscht novara und steht vor dem finale: 3:0-kantersieg in gara 2
Imoco Conegliano hat in der Nacht auf Freitag die Meisterschaft fast schon entschieden. Die „Pantere“ fegten im Pala Igor von Novara mit 3:0 (12-25, 21-25, 17-25) über die Gastgeber hinweg und führen damit in der Halbfinal-Serie 2:0. Noch ein Sieg – am Dienstag um 20.30 Uhr im heimischen Palaverde – und der Finaleinzug ist perfekt.
Gabi liefert den knock-out
Die Brasilianerin, 20 Tage nach ihrer letzten Startelf-Nominierung zurück im Sechser-Kader, schlug sofort zu. 16 Punkte, 6 davon im dritten Satz bei 100 % Effizienz – das war nicht nur MVP, sondern ein Statement. „Wir haben keine Zeit verschwendet“, sagte Gabi nach dem Spiel, „wir wollten hier beenden.“
Die Zahlen sind gnadenlos: Imoco traf bei 48 % im Angriff, Novara blieb bei 32 %. Die Piedmont-Aufschläge? Weich wie ein Spüllappen. Wolosz verteilte 24 Scheiben, Haak kam auf 15 Punkte – ohne auch nur einmal ins Schwitzen zu geraten. Auf der Gegenseite litt Tolok mit 1/9 im ersten Durchgang und 12 Punkten Gesamt – ihre zweitschwächste Saisonleistung.

Novara stottert in jeder komponente
Erst drei Punkte, dann nichts mehr. Der 3:0-Start verflog, als Novara sieben Aufschläge nacheinander ins Netz oder lang drückte. Die Block-Statistik: 8-2 für Conegliano. Die Fehler-Quote: 18-8. „Es war ein Black-out auf höchstem Niveau“, sagte Coach Lorenzo Bernardi, „wir haben Gabi zugeschaut statt sie zu stoppen.“
Die Folge: Ein 12:25 im ersten Satz, das lautstark die 3.000 Fans im Pala Igor verstummen ließ. Auch nach dem Wechsel keine Besserung: Novara holte nur einen Break-Ball, Imoco servierte dreimal hintereinander Asse. Die Heimelf wirkte wie gelähmt, die Gäste wie aufgedreht.
Titelsturm mit champions-league-turbo
Was die Niederlage noch bitterer macht: Novara war erst vor vier Tagen aus der ChampionsLeague ausgeschieden, Imoco hatte dort nur 48 Stunden zuvor gespielt. Man müsste denken, die Venetianer wären erschöpft – stattdessen liefen sie die Gegner müde. „Wir haben unser Tempo durchgezogen, das war der Plan“, erklärte Trainer Daniele Santelli, „wir wollen das Finale so schnell wie möglich.“
Martedì, 20.30 Uhr, Palaverde: Dort droht Novara das 0:3 in der Serie. Die letzte Mannschaft, die Imoco nach einem 0:2-Rückstand noch stoppte, war 2019 Prosecco Treviso – und das im Viertelfinale. Die Statistik spricht Bände: 23 der letzten 25 Playoff-Serien endeten nach dem 2:0 für Imoco mit dem Sweep.
Für Novara heißt es nun: Sieg oder Saisonende. Für Imoco: Ein Schritt zum fünften Scudetto in Folge. Die Maschine läuft – und sie lässt nichts anbrennen.
