Partizan belgrad: kretzschmars hoffnungsschimmer im handball-osten?

Serbien könnte bald einen neuen Player in der europäischen Handball-Elite erleben. Partizan Belgrad, lange Zeit im Schatten der etablierten Kräfte wie Barcelona, Veszprem oder Kielce, präsentiert sich mit einem ambitionierten Projekt und weckt die Aufmerksamkeit von Experten wie Stefan Kretzschmar.

Die serbische handball-revolution?

Die serbische handball-revolution?

„Da gibt es ein spannendes Projekt, gerade in Europa, wie ich finde, was dazukommt. Das ist Partizan Belgrad. Da bin ich mal gespannt, was dort passiert“, äußerte Kretzschmar im Rahmen seiner Dyn-Sendung „Kretzsche & Schmiso“. Der ehemalige Weltklasse-Handballer sieht in den jüngsten Entwicklungen in Belgrad mehr als nur eine kurzfristige Blase. Partizan hat in der jüngeren Vergangenheit mit gezielten, hochkarätigen Transfers für Aufsehen gesorgt.

Der Neue: Raul Gonzalez, ein Name, der im europäischen Handball Gewicht hat, wurde als Trainer vorgestellt. Und die Kaderverstärkungen lesen sich alles andere als schlecht: Fünf Neuzugänge mit Bundesliga-Erfahrung, darunter Vlad Kulesh, Milos Kos und Tobias Wagner, sollen in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle in der Königsklasse spielen. Ein klares Signal: Partizan Belgrad hat ehrgeizige Pläne.

Doch Kretzschmar mahnt zur Vorsicht. „Da setze ich viel Hoffnung drauf, dass dort was Neues entsteht, wenngleich wir auch wissen, wie neue Projekte auf dem Balkan immer wieder auch aussehen können. Da kann auch die Lust mal ganz schnell nach ein, zwei Jahren wieder vorbei sein, aber hoffen wir jetzt mal das Beste.“ Die EHF European League war für Partizan in dieser Saison bereits beendet, trotz drei Heimsiegen verpasste man knapp den Sprung in die Hauptrunde. Die Reform der EHF Champions League und die namhaften Neuzugänge eröffnen jedoch die Möglichkeit einer Teilnahme an der Königsklasse.

Die Luft ist dünn, der Druck hoch. Ob Partizan Belgrad tatsächlich das Versprechen einlösen kann, sich in der europäischen Handball-Elite zu etablieren, wird die kommende Saison zeigen. Aber eines ist klar: Mit diesem Projekt hat der Handball-Osten einen neuen Hoffnungsträger bekommen, der die etablierten Kräfte in Schach halten könnte. Die Augen der Handball-Welt sind auf Belgrad gerichtet.