Im tiebreak gestolpert, doch istanbul flimmert: conegliano bleibt europas königsklasse

Die Mauer bröckelt, die Krone sitzt trotzdem fest. Conegliano verlor gegen Ankara nach fünf Sätzen, buchte aber dennoch das Ticket zum Final Four der Volleyball-Champions-League. Am 2. und 3. Mai in Istanbul treffen die Titelverteidigerinnen auf die Elite Europas – und haben damit die Chance, die Trophäe zu verteidigen, die sie seit 2024 ihr Eigen nennen.

Die Partie begann wie ein Sprint. Die Hausherrinnen dominierten die ersten beiden Durchgänge, Isabelle Haak und Zhu Ting schlugen punktgenau. Doch im dritten Satz schlichen sich Ungenauigkeiten ein, Joanna Wolosz und Haak wechselten sich aus, und Ankara roch Morgenluft. Die Türkinnen, ohne Vertragsexpertinnen Mihajlovic und Aleksic, stemmten sich mit Uzelac und Lazareva in den Tiebreak.

Die serie endet, der traum lebt

Die serie endet, der traum lebt

Mit dem 13:15 im fünften Satz reißt Coneglianos beeindruckende Siegesserie in der Champions League nach 29 Erfolgen. Die letzte Niederlage im heimischen Palasport datiert auf den 13. März 2019 zurück – ebenfalls gegen Eczacibasi. Doch die Qualifikation für das Final Four ist bereits die achte in elf Teilnahmen. Ein Wert, der allein für sich spricht.

Trainer Daniele Santarelli nahm die Pleite mit Gelassenheit: „Wir haben gelernt, dass auch eine Niederlage Teil des Weges sein kann. Istanbul wird hart, aber wir sind bereit.“ Die Daten liefern ihm recht: Conegliano verwandelte sechs Asse und elf Blockpunkte, Ankara antwortete mit neun Blockpunkten und acht Assen. Die Differenz liegt im Kopf, nicht im Körper.

Die 24 Punkte von Zhu reichten nicht, um Uzelacs 28 zu übertrumpfen. Ein Duell, das im Mai neu aufleben wird. Denn im Final Four zählt nur noch ein Sieg – und Conegliano kennt den Weg nach oben.