Hütter kehrt zurück: frankfurt holt den architekten seiner größten stunde
Der Klassiker der Nostalgie: Adi Hütter wird wieder Trainer von Eintracht Frankfurt. Am Sonntagmorgen, 11:33 Uhr, bestätigte der Klub die spektakuläre Rückkehr des Österreichers, der die Adler von 2018 bis 2021 auf Europas Bühne geführt hatte. Nach dem Abriss unter Albert Riera wählt der Vorstand den emotionalsten aller Umwege – und setzt damit alles auf eine Karte.
Die kurzschlussreaktion der bosse
Riera war gerade mal 176 Tage im Amt, als ihn die sportliche Leitung freistellte. Die Saison ohne Europacup-Startplatz warf Fragen auf, die niemand im Waldstadion beantworten konnte. Statt einen Neuaufbau zu riskieren, griffen Markus Krösche und Vorstandsboss Axel Hellmann zum Notnagel: den Mann, der einst die Europa-League-Triumphzüge von 2019 choreografierte. Hütters DNA sitzt noch in jedem Stein der Eintracht-Akademie.
Die Vertragsdetails: bis 2028 plus Option auf weitere zwei Jahre. Ein Statement, das Signalwirkung hat. Hütters neue Stabsmitglieder: Armin Reutershahn als Co-Trainer kehrt mit ihm zurück, Jan Zimmermann übernimmt das Torwarttraining. Die Verpflichtung von Videoanalyst Lukas Rehm aus Leipzig wird noch diese Woche verkündet.

Wiedersehen mit der eigenen geschichte
Der 56-Jährige tritt an genau jenem Ort an, an dem er vor fünf Jahren mit Tränen in den Augen Abschied nahm. Die Fans haben nie einen Hehl aus ihrer Liebe gemacht, die Choreografie beim Heimspiel gegen Gladbach im Oktober 2025 („Adi, komm heim“) war kein Zufall. Die Frage lautet jetzt: Kann der alte Zauber wieder entfacht werden?
Seine Bilanz beim ersten Engagement: 127 Pflichtspiele, 64 Siege, 32 Remis – und jene magische Europacup-Kampagne mit dem 5:2-Sommertrauma gegen Benfica im Halbfinale. Die Zahlen liefern eine Antwort, der Rest wird auf dem Rasen passieren.
Die erste Einheit startet am Mittwoch, 9:00 Uhr, auf dem Gelände in Neu-Isenburg. Hütter will innerhalb von zehn Tagen Klarheit über die Kaderplanung. Ein Name fällt ständig: Randal Kolo Muani. Der Franzose soll bleiben, sein Berater ist bereits informiert. Die Botschaft lautet: Europa oder nichts.
