Hoffmann verpasst sieg um sekundenbruchteile – diggins stürzt in letztem rennen
Helen Hoffmann jagte Jonna Sundling bis auf 10,5 Sekunden, wurde Achte und beendete die Saison mit einem Schlag auf den Zahn. In Lake Placid rissen 20 Kilometer Massenstart ein Loch in die deutsche Langlauf-Hoffnung – und in Jesse Diggins' Abschiedstraum.
Die attacke kam eine runde zu spät
Zwölf Kilometer lang schlurften die Skis fast gemächlich über den Schnee, dann trat das Feld plötzlich aufs Gas. Pia Fink rutschte sofort aus dem Gefälle, Hoffmann hielt sich in der 22-köpfigen Spitzengruppe. Doch mit 1.000 Metern noch zu laufen zogen Sundling, Svahn und Weng den Stecker. Die 24-jährige Schwerinerin musste passen, verlor in der Zielkurve weitere fünf Sekunden, blieb aber als beste Deutsche auf Rang acht.
Die Schweden nutzten die letzte Steigung gnadenlos. Jonna Sundling sprintete in 47:32,9 Minuten zum Sieg, Linn Svahn landete drei Sekunden später, Heidi Weng vier. Dahinter rutschte Jesse Diggins in ihrem Karriere-Finale aus, wurde Zwölfte, stand blutend auf – und nahm trotzdem den Applaus mit.

Fink, rydzek, sauerbrey – nur schatten
Pia Fink verpasste die entscheidende Lücke, verlor 1:49 Minuten und wurde 25. Coletta Rydzek hing 3:34 Minuten zurück, Katherine Sauerbrey stieg nach zehn Kilometern aus. Das Quartett reist mit nur einem Top-Ten-Platz in die Sommerpause – für den Deutschen Skiverband ein mageres Ergebnis, das Fragen aufwirft.
Hoffmanns Saisonbilanz: ein Weltcupsieg in Falun, zweimal Top-Fünf, sonst Platzwarte. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: ohne Endspurt keine Podestplätze. Die Athleten wissen, dass die Konkurrenz nicht schläft – und die nächste Saison schon vor der Tür steht.
