Hoffenheim schlägt zu: 2,7 mio für st. galler goalgetter vogt
Die TSG Hoffenheim zieht die Reißleine in der Schweiz – und sichert sich mit Alessandro Vogt das nächste Super-League-Juwel. 2,7 Millionen Euro Ablöse, Ausstiegsklausel gezogen, Deal seit Montag offiziell. Die Summe wirkt fast bescheiden für einen Stürmer, der in 29 Spielen 14-mal traf und damit die Torquote eines erfahrenen Bundesliga-Profis erreicht.
Warum vogt der perfekte zeitpunkt ist
Andreas Schicker, Sport-Geschäftsführer der TSG, hatte den Transfer schon vor Wochen eingefädelt. Intern galt der Wechsel als „nur Formsache“, wie auch St. Galler Coach Enrico Maaßen bestätigte. Doch hinter der Kulisse brodelte es: Mit Ihlas Bebou und Andrej Kramaric laufen zwei Leistungsträger aus, Bazoumana Touré, Fisnik Asllani und Tim Lemperle stehen auf dem Wunschzettel europäischer Klubs. Ein Sturm-Umbruch bahnt sich an – und Vogt ist der erste, fest verankert.
Der 21-Jährige bringt klassische Neuner-Attribute mit: Kopfballstärke, Abschlusskaltblütigkeit, Laufwege zwischen die Innenverteidiger. In der Super League zeigte er, dass er auch unter Druck trifft; jetzt soll er diese Mentalität in den Kraichgau tragen. Vertrag bis 2031, heißt es intern – ein Statement, dass die TSG langfristig plant und nicht nur reagiert.

Der schweizer transfer-hotspot
Mit Vogt setzt Hoffenheim die erfolgreiche Schweizer Pipeline fort. Bereits im Vorjahr holte man Avdullahu und Hajdari – beide avancierten zu Leistungsträgern. Die Scouting-Abteilung um Markus Krosche hat offenbar ein Händchen dafür, Talente aus der Super League kurz vor dem Durchbruch zu erwischen. Die 2,7 Millionen für Vogt stehen in direktem Kontrast zu den 15-Millionen-Deals, die deutsche Clubs für etablierte Bundesliga-Stürmer zahlen. Ein Schnäppchen? Vielleicht. Ein kalkuliertes Risiko? Auf jeden Fall.
Die Konkurrenz im Angriff wird trotzdem brutaler. Mit Haris Tabakovic, Gift Orban und Co. laufen weiterhin vier Leihspieler auf der Gehaltsliste – alle mit Hoffenheim-Vertrag. Wer bleibt, wer geht, wird der Sommer zeigen. Fest steht: Vogt kommt nicht als Reservist, er kommt, um sich sofort Platz zu erkämpfen. Die Torjäger-Liste der Bundesliga kann sich auf ein neues Gesicht einstellen.
