Hoeneß schießt scharf ab: kompany-effekt, tuchel-kritik und musiala-drama!

München – Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident des FC Bayern, hat im Podcast „Auf eine weiß-blaue Tasse“ mit Markus Söder kein Blatt vor den Mund gerissen und eine regelrechte Brandrede gehalten. Von Lob für Vincent Kompany über scharfe Kritik an Thomas Tuchel bis hin zu den dramatischen Folgen von Jamal Musialas Verletzung – Hoeneß lieferte Gesprächsstoff für die nächsten Tage.

Der kompany-effekt: mehr als nur fußball

Der 74-Jährige schwärmte von der Atmosphäre im Team unter Kompany. „Das hat der Trainer geschafft, dass er aus Einzelspielern ein Team gemacht hat“, erklärte Hoeneß. Die Überraschungsparty zum 40. Geburtstag Kompanys mit 50 bis 60 Gästen sei ein deutliches Zeichen dafür, dass „da alles stimmt. Sie haben Spaß. Und ich höre auch, dass sie sich abends mal privat treffen und unterwegs sind.“ Eine Atmosphäre, die dem FC Bayern seit Langem gefehlt hatte.

Xavi simons: ein verpasster deal?

Xavi simons: ein verpasster deal?

Hoeneß schilderte auch den gescheiterten Versuch, Xavi Simons im Sommer 2025 zu verpflichten. Kompany war eigens mit Christoph Freund an den Tegernsee gefahren, um Hoeneß um den jungen Star zu bitten. Doch der ehemalige Bayern-Patron blockierte den Transfer: „Vinc, Du kannst jetzt noch ein Stück Apfelkuchen essen, aber Du kriegst keinen Xavi! Wir wollen, dass Du die jungen Spieler einsetzt.“ Eine Entscheidung, die sich als richtig erwiesen hat, da Kompany in der Saison bereits neun Spieler aus dem Bayern-Campus in den Profikader integriert hat.

Tuchels fehlentscheidungen: eine gnadenlose abrechnung

Tuchels fehlentscheidungen: eine gnadenlose abrechnung

Doch nicht nur Lob gab es von Hoeneß. Der Ex-Bayern-Boss ließ seiner Kritik an Thomas Tuchel freien Lauf. „Wenn nicht gut gespielt wurde, hat er sich nicht selbst hinterfragt, sondern da war immer die Mannschaft schuld“, so Hoeneß. Er nannte Beispiele wie Tuchels Kritik an dem rechten Verteidiger oder an Joshua Kimmich und sprach sogar davon, dass er Stanislaw Stanisic gefragt habe, ob er Deutsch könne – obwohl dieser in Deutschland geboren wurde. Ein Verhalten, das Hoeneß als „nicht gangbar“ bezeichnete.

Musialas verletzung: ein brutaler moment

Musialas verletzung: ein brutaler moment

Besondere Worte fand Hoeneß auch für die schwere Verletzung von Jamal Musiala im Juli 2025 bei der Klub-WM. „Das war eine der schwersten Verletzungen, die man haben kann“, erklärte er. Der brutale Foul von Gianluigi Donnarumma sei „ein völliger Irrsinn“ gewesen. Das Gelenk sei „aus der Pfanne gesprungen“, und nur durch das schnelle Handeln des Bayern-Arztes Dr. Jochen Hahne konnte das Gelenk zurückgebracht werden. „Deswegen dauert es extrem lange. Hier muss man einfach hoffen, dass der Knorpel wieder wird und es keine Schmerzen gibt.“

Kane als vorbild: mehr als nur tore

Kane als vorbild: mehr als nur tore

Auch Harry Kane bekam von Hoeneß ein positives Attribut. Der teure Neuzugang habe sich „in jeder Hinsicht rentiert“, nicht nur wegen seiner zahlreichen Tore, sondern auch weil er ein „Vorbild“ sei. „Ich höre, dass er in der Kabine die Jungen in den Arm nimmt. Er müsste mit dem Kopf unter den Arm laufen, dass er nicht spielt!“

Neuer und urbig: eine generationenbrücke

Neuer und urbig: eine generationenbrücke

Bei der Frage nach einer möglichen Vertragsverlängerung von Manuel Neuer deutete Hoeneß an, dass man versuchen werde, den Routinier noch ein Jahr zu halten und ihn zu einem „Patronat“ für Jonas Urbig zu bewegen. „Dass er sich zusammen mit ihm bereiterklärt, in manchen Spielen zu verzichten, damit Jonas, von dem wir sehr viel halten, wirklich glauben, dass er Nachfolger wird.“ Die Zukunft im Tor des FC Bayern scheint also gesichert – zumindest für die nächste Saison.

Die Äußerungen Hoeneß' zeigen deutlich: Der FC Bayern blickt selbstbewusst in die Zukunft, auch wenn die Vergangenheit immer wieder zur Debatte steht. Und eines ist klar: Solange Uli Hoeneß spricht, wird der deutsche Fußball nicht langweilig.