Historischer erfolg für die usa: silber im teamsprint – ogden und schumacher schreiben geschichte
Sensation in tesero: us-skilangläufer feiern silber
Tesero, Italien – Nach 50 Jahren Medaillenpause im Herren-Skilanglauf hat der Amerikaner Ben Ogden am Mittwoch bewiesen, dass es keine Eintagsfliege war. Er gewann eine weitere Silbermedaille im Teamsprint. Zusammen mit Gus Schumacher lieferten die US-Herren den favorisierten Norwegern ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen und hielten das Gastgeberland Italien auf der Zielgeraden distanziert. Dies sind die bisher erfolgreichsten Olympischen Spiele für das US-Team in Mailand Cortina.

Ogden: "wir sind hier, um zu bleiben!"
"Wir haben heute und die ganze Woche bewiesen, dass wir hier sind, um zu bleiben, und dass die US-Jungs in guter Form sind", sagte Ogden strahlend. "Das war einfach großartig!" Der Erfolg im Teamsprint macht Ogden zum erfolgreichsten US-amerikanischen Skilangläufer aller Zeiten. Vor ihm war Bill Koch der einzige US-amerikanische Mann, der 1976 in Innsbruck eine Medaille gewann.

Spannung bis zum schluss: duell mit klaebo
Der Teamsprint wurde in einem Zwei-Mann-Relay ausgetragen, wobei jeder Skilangläufer zwei Runden absolvierte. Ogden startete das Rennen, während Schumacher den Schlussspurt übernahm. Dieser führte ihn direkt in einen direkten Kampf mit dem dominierenden Johannes Hoesflot Klaebo aus Norwegen, der bereits zahlreiche olympische Rekorde aufgestellt hat. Klaebo gewann am Mittwoch seine zehnte Goldmedaille und übertraf damit seinen eigenen Rekord für die meisten Goldmedaillen bei Winterspielen.

Schumachers taktik: klaebo im blick behalten
Während des letzten Anstiegs konzentrierte sich Schumacher voll und ganz auf seinen Konkurrenten: "Ich habe auf Klaebos Hintern geschaut und versucht, einfach nur zu folgen", erzählte er. "Das habe ich geschafft und bin sehr stolz darauf." Obwohl er Klaebo nicht einholen konnte, hielt er Federico Pellegrino aus Italien hinter sich. Mit nur noch 10 Metern vor der Ziellinie sah er Ogden an der Ziellinie, der ihn erwartete, und wusste, dass eine Medaille sicher war. Er überquerte die Linie 1,4 Sekunden hinter Klaebo und brach erschöpft im Schnee zusammen.

Freude und teamgeist nach dem erfolg
Ogden kniete nieder und umarmte seinen Teamkollegen und Freund. "Ich bin derjenige, der geschlagen wurde", scherzte Schumacher. "Das ist das Problem daran, Zweiter zu werden, aber ja, ich bin wirklich glücklich darüber." Der Erfolg ist ein wichtiger Schritt für den US-amerikanischen Skilanglauf, der in den letzten Jahren vor allem von den Erfolgen der Frauen und Superstars Jessie Diggins geprägt war.
Diggins' inspiration und die zukunft des us-skilaufs
Diggins, die aktuelle Weltcup-Führende, bestreitet ihre letzten Olympischen Spiele. Sie ist die erfolgreichste US-amerikanische Skilangläuferin mit vier Medaillen, darunter Gold im Teamsprint 2018 in Pyeongchang. Diggins und Julia Kern belegten am Mittwoch den fünften Platz im Teamsprint der Frauen. Ogden betonte, dass das Ergebnis "enorm" für den US-Skisport sei und er hoffe, dass der Erfolg die Skigemeinde im ganzen Land inspiriere. "Ich denke, jeder wird sich nach diesem Ergebnis motiviert fühlen, denn wir haben diese Woche bewiesen, dass amerikanische Skifahrer es genauso gut können wie jeder andere", sagte er. "Es wird großartig sein, nach Hause zu gehen!" Er ist zuversichtlich, dass weitere Erfolge folgen werden und dass die nächste Medaille nicht 50 Jahre auf sich warten lassen wird.
