Hiljemark warnt vor como: „das ist champions-league-niveau, wir spielen nur noch um ehre“

Der Countdown läuft auf Sicht. Am Sonntag empfängt der Pisa SC den Überflieger Como, und Coach Oscar Hiljemark schickt vorab eine Kampfansage gen Norden: „Wir spielen inzwischen nur noch für unsere Ehre. Como aber spielt auf Champions-League-Niveau.“

Der tabellenletzte trifft auf den europacup-kandidaten

30. Spieltag, Stadio Arena Garibaldi – ein Duell, das die Extreme der Serie A vereint. Pisa steht bei 17 Punkten, zehn Zähler Rückstand auf das rettende Ufer. Como ist Fünfter, zwei Punkte hinter der Königsklasse-Ränge, und hat die Rückrunde bisher mit 2,4 Punkte-Schnitt dominiert. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Gäste haben die drittbeste Auswärtsbilanz, Pisa kassierte daheim schon 29 Gegentore.

Doch Hiljemark will die Statistik kleinreden. „Tabellen sind Momentaufnahmen. Wir haben nichts mehr zu verlieren, das macht uns gefährlich“, sagt der Schwede, der seit Januar die Corsari übernahm und bisher nur einen Sieg einfuhr. Drei Langzeitverletzte – daroff Kapitän Marin und Flügelstürmer Sibilli – zwingen ihn zur Notrotation. „Ich werbleibe trotzdem mit der Mannschaft, die sich in den letzten Wochen nie aufgegeben hat.“

Comos momentum und fabregas’ geheimwaffe

Comos momentum und fabregas’ geheimwaffe

Auf der Gegenseite schöpft Cesc Fàbregas Selbstvertrauen aus der jüngsten 3:0-Demontage von Atalanta. Sein 4-3-3 variiert zwischen Spielkontrolle und Umschaltblitz: Cutrone liegt als falsche Neun an der Spitze, Da Cunha schaltet von außen nach innen. Die Passquote in der gegnerischen Hälfte (87 %) ist Liga-Spitze. „Sie pressen nicht nur hoch, sie pressen intelligent“, so Hiljemarks Analyse. „Wenn wir den Ball verlieren, stehen wir sofort unter Strom.“

Die Lösung? „Kompakte Räume, zweite Bälle gewinnen und den ersten Pass sicher spielen. Wenn wir es schaffen, ihre Halbraumüberladung zu durchbrechen, haben wir eine Chance.“

Die stunde der wahrheit für die toskana

Die stunde der wahrheit für die toskana

Für Pisa geht es ums reine Überleben. Abstiegsrechner sagen: Bei einer Niederlage wäre der Rückstand auf Sassuolo und Empoli auf zwölf Punkte angewachsen – mit nur noch acht Partien auf der Uhr. Die Fans reisen trotzdem in Sonderzügen an, 3.500 Karten gingen binnen 48 Stunden weg. „Die Kurve wird brummen, das wissen wir“, so Hiljemark. „Wir schulden den Leuten eine Reaktion.“

Kick-off ist am Sonntag um 15.00 Uhr. Der Trainer hat die Marschroute klar: „Wir werden kämpfen, bis der Schiri pfeift. Und wenn wir am Ende mit erhobenem Kopf runtergehen, dann zumindest mit dem Kopf erhoben.“

Como hat die Europa-Träume, Pisa nur noch die Würde. In der Arena von Pelkum wird sich zeigen, ob die Tuscaner den Abstieg noch aufhalten können – oder ob Como die nächste Gala folgen lässt.