Hiljemark brennt: pisa-coach spricht offen über absturz und job-angst

Trainer Oscar Hiljemark steht beim Serie-A-Klub Pisa SC mit dem Rücken zur Wand. Nach der 0:2-Pleite in Turin gegen Juventus und fünf sieglosen Spielen in Serie schwillt der Druck auf dem schwedischen Coach.

„Mein vertrag läuft noch lange – im fußball zählt das nicht“

Die Frage nach dem möglichen Rauswurf ließ er im Presseraum des Allianz Stadium nicht kalt. „Der Start in diese Woche war hart, das Gefühl war nicht positiv“, sagte Hiljemark. „Ich fühle mich immer verantwortlich. Wenn wir nicht gewinnen, wird die ganze Woche zur Qual.“

Sein Vertrag läuft noch über die laufende Saison hinaus. Doch die Realität des Geschäfts kennt der 30-Jährige: „Im Fußball gibt es keine Garantien. Ich denke nur an das nächste Spiel.“

Die Negativserie hat die Toskaner auf Platz 14 abrutschen lassen – nur drei Punkte über dem Strich. Die Fans fordern auf sozialen Netzwerken personelle Konsequenzen. Sportdirektor Giuseppe Scienzi steht laut Insidern bereits in Kontakt mit möglichen Nachfolgern.

Stammkräfte fallen, talente bleiben draußen

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Hiljemark verteidigte seine Rotation. Abdoulhay Touré bekam zuletzt weniger Einsatzzeit, obwohl er Saisonbeginn gesetzt war. „Leris hat besser trainiert“, erklärte der Coach. Gleiches gelte für Antonino Tramoni. „Ich will ehrliche Beziehungen. Wer besser ist, spielt.“

Bei Nigerias Hoffnungsträger Akinsanmiro schlägt Hiljemark sogar eine Schonung vor: „Er hat Potenzial, aber ich habe andere gesehen, die mehr investieren.“ Die Aussage klingt wie ein Warnschuss für den 19-jährigen Offensivmann, den der Klub im Winter für 1,8 Millionen Euro aus Lagos holte.

Am Sonntag kommt Tabellen-13. Cagliari nach Pisa. Schon jetzt brodelt es in den Curven der Arena Garibaldi. Die Ultras kündigten für die Partie eine choreografierte Protestaktion an. Für Hiljemark wird es 90 Minuten im Kessel – mit der Macht, seine eigene Zukunft zu retten oder zu beenden.