Deutsche handball-klubs vor dem aus: k.o.-duell droht im viertelfinale

Im Viertelfinale der EHF European League steht ein Schlag auf Schlag-Programm für deutsche Klubs an. Die SG Flensburg-Handewitt muss zunächst die Play-offs überstehen, dann wartet möglicherweise das deutsch-deutsche Duell gegen TSV Hannover-Burgdorf. Das Heimrecht im Rückspiel hätten dabei die Niedersachsen am 5. Mai.

Flensburg muss nach dänemark, kiel schaut bereits weiter

Die SG Flensburg-Handewitt reist am 31. März zu Skanderborg-Aarhus. Trainer Ales Pajovic nimmt die Play-off-Pflicht gegen den dänischen Klub gelassen: „Wir kennen die Drucksituation, aber wir haben auch die Qualität, um weiterzukommen.“ Die Rückspiel-Begegnung findet eine Woche später in der GP Joule Arena statt. Sollten die Fördestädter sich durchsetzen, wartet direkt im Anschluss das Viertelfinale gegen Hannover.

Der THW Kiel hingegen darf die Play-offs aussetzen und blickt bereits auf das Viertelfinale. Dort trifft der deutsche Rekordmeister auf den Sieger der Partie zwischen IFK Kristianstad und RK Nexe Nasice. Mit Axel Mansson steht dabei ein Megatalent auf dem Plan, das die Kieler Abwehr fordert.

Melsungen vor schwerer aufgabe in dänemark

Melsungen vor schwerer aufgabe in dänemark

Auch die MT Melsungen muss die Play-off-Hürde nehmen. Die Nordhessen reisen zu Fredericia HK, wo Kreisläufer Evgeni Pevnov auf seine ehemaligen Bundesliga-Kollegen trifft. Sollte Melsungen zulegen, wartet im Viertelfinale der FC Porto. Ein schwerer Gegner, aber kein unlösbares Problem, wie Sportdirektor Michael Roth betont: „Wir haben in dieser Saison bereits bewiesen, dass wir international mithalten können.“

Mindestens eine nicht-deutsche Mannschaft wird es ins Final4 nach Hamburg schaffen. Der Sieger zwischen Montpellier HB und Elverum Handball spielt im Viertelfinale gegen HC Vardar 1961 Skopje. Die Franzosen und Norweger liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das mit Spannung erwartet wird.

Die Auslosung bestätigt: Die deutschen Klups stehen vor einer Zitterpartie. Flensburg und Melsungen müssen zunächst die Play-offs überstehen, Hannover und Kiel warten bereits im Viertelfinale. Die Chancen auf ein Final4 ohne deutsche Beteiligung steigen – ein Schock für die Liga, aber eine Chance für die internationale Konkurrenz.