Hfc verzichtet auf drittliga-lizenz – und will trotzdem chemnitz schlagen
Vier Siege in Folge, Tabellenplatz drei, aufsteigende Form – und trotzdem keine Zukunft im Profifußball. Der Hallesche FC hat in dieser Woche offiziell bestätigt, was viele schon ahnten: Die Unterlagen für eine Drittliga-Lizenz wurden nicht eingereicht. Punkt. Kein Antrag, kein Aufstieg, keine Diskussion. Zumindest in dieser Saison.
Eine entscheidung, die im dezember fiel – und jetzt wellen schlägt
Wer den Zeitpunkt kennt, versteht die Logik. Im Dezember 2025 lag der HFC sportlich am Boden, der Rückstand auf Spitzenreiter Lok Leipzig war bereits beträchtlich. Der Club entschied intern, den Lizenzantrag zu begraben – und schwieg darüber, bis die Nachricht diese Woche durch eine E-Mail an die Mitglieder offiziell wurde.
Der Verein formulierte es nüchtern: Die Vorbereitung eines Lizenzantrags hätte einen fünfstelligen Betrag verschlungen und über mehrere Wochen interne Ressourcen gebunden. Bei einer realistischen Aufstiegschance hätte man alles unternommen. Die sah man damals nicht. Was die Mitglieder jetzt fragen: War das wirklich so unrealistisch?
Denn seither hat sich einiges gedreht. Fünf Siege in Serie, elf Punkte Rückstand auf Leipzig – bei noch elf ausstehenden Spielen. Nicht unmöglich, aber eben auch kein Selbstläufer. Das Timing der Entscheidung bleibt das eigentliche Reizthema.

Schröder glaubt an seine mannschaft – aus einem sehr konkreten grund
Trainer Robert Schröder ließ sich von der Lizenzgeschichte nicht aus der Ruhe bringen. Seine Begründung ist so ehrlich wie erfrischend: „Die Jungs werden nichts abschenken. Es geht aus einer individuellen Perspektive um Verträge, Zukunft und um eine Bezahlung. Die besten Verträge werden im April und Mai gemacht.