Hettich-walz: olympia-traum zerbricht – und abschied winkt

Ein bitteres Ende für Janina Hettich-Walz: Nach ihrer mutigen Rückkehr aus der Babypause und dem klaren Ziel, bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina eine Medaille zu gewinnen, muss die Biathletin nun die Träume begraben. Die Enttäuschung ist riesig, und ein Blick in die Zukunft lässt wenig Zweifel: 2030 wird sie nicht mehr dabei sein.

Die last der erwartungen und der verpasste traum

Die last der erwartungen und der verpasste traum

Die Geschichte von Janina Hettich-Walz ist bemerkenswert. Nach der Geburt ihrer Tochter wagte sie den Schritt zurück in den Weltcup, getrieben von dem Wunsch, im Schatten ihrer Tochter Geschichte zu schreiben. Doch die Realität sah anders aus. Im Interview mit dem SWR sprach sie offen über die Enttäuschung: „Die Enttäuschung war schon sehr groß. Zu verarbeiten, dass man in der Karriere diesen Traum nicht erreichen wird, war nicht so einfach.“ Ihre einzige Chance ist verstreichen lassen. Die Worte treffen hart, zeigen aber auch die Ehrlichkeit und den Mut der Sportlerin.

Was ihre Kolleginnen anerkennen, ist der Kraftakt, den sie vollbracht hat. „Krass, dass du das gemacht hast, ich könnte mir das während der Karriere nicht vorstellen“, so die Resonanz vieler Sportlerinnen. Schwangerschaft, Babypause, Comeback – das ist kein Sprint, sondern ein Marathon, der ein hartes Stück Arbeit erfordert.

Die Saison bilanzierend, spricht Hettich-Walz von einer „Zwei bis Drei“ in der Gesamtnote. Im Laufen zeigte sie noch Leistungen auf „Eins bis Zwei“-Niveau, doch am Schießstand offenbarte sie deutliche Schwächen. Die Trefferquote sank von 87,7 auf 82,4 Prozent – ein signifikanter Rückgang für eine Athletin, die einst zu den sichersten Schützinnen gehörte.

Es ist ein Wendepunkt. „Ich möchte irgendwann ein weiteres Baby, und mit zwei Kindern kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen“, erklärt sie. Noch ein, vielleicht auch noch zwei Jahre – und dann kommt das Ende ihrer Karriere. Die Entscheidung ist getroffen, und sie blickt nach vorne, hin zu einer Zukunft jenseits des Biathlons.

Ihre Silbermedaille bei der WM 2024 in Nove Mesto im Einzelrennen bleibt ein strahlender Erinnerungspunkt in ihrer Karriere, ein Beweis für ihr Talent und ihre Entschlossenheit. Doch die Olympischen Spiele bleiben ein unerfüllter Traum. Ein Traum, der nun endgültig zu Ende gegangen ist.