Heidenheim am abgrund: schmidt nach freiburg-debakel fassungslos
Ein bitterer Nachmittag im Breisgau hat den 1. FC Heidenheim tief in die Abstiegssorgen gestürzt. Die 1:2-Niederlage gegen den SC Freiburg reißt eine Furche in die Hoffnungen auf den Klassenerhalt und lässt Trainer Frank Schmidt sprachlos zurück.

Schmidt: „ich habe keine lust auf endlose wasserstandsmeldungen“
Die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen. Nach dem Spiel äußerte sich Schmidt bei DAZN frustriert: „Ich habe keine Lust, jede Woche Wasserstandsmeldungen abzugeben.“ Die Situation sei ernst, die Chancen auf den Verbleib in der Bundesliga schrumpfen zusehends. Der Rückstand auf den rettenden 16. Platz, belegt vom FC St. Pauli, beträgt nun sieben Punkte bei lediglich vier ausstehenden Spielen. Ein direkter Vergleich gegen die Hamburger steht bereits am kommenden Samstag an – ein Duell, das Schmidt als „richtiges Endspiel“ bezeichnet hätte, wäre der Sieg gegen Freiburg gelungen.
Die Effektivität fehlte, so der Coach, einmal mehr. „Von dieser Kategorie Spiele hatten wir leider zu viele“, klagte der 52-Jährige. Obwohl die Heidenheimer durch den frühen Treffer von Johan Manzambi in Rückstand geraten waren, gelang es Budu Siwsiwadse, den Anschluss herzustellen. Doch das Spiel komplett zu drehen, gelang seiner Mannschaft nicht. Maximilian Eggestein besiegelte in der Schlussphase die Niederlage für Heidenheim.
Der Abstand auf Pauli ist nun zu groß, um ernsthaft auf eine Wende zu hoffen, so Schmidt. Doch trotz der aussichtslosen Lage hat sich Heidenheim noch nicht ganz aufgegeben. Offensivakteur Niklas Dorsch betonte, dass die Mannschaft die Tabelle kennt, aber solange der Klassenerhalt rechnerisch möglich ist, sei man den Fans verpflichtet, alles zu geben. Es bleibt abzuwarten, ob diese kämpferische Haltung ausreicht, um die Abstiegssorgen zu besänftigen.
Die Wahrheit ist: Heidenheim muss im verbleibenden Saisonfinale eine außergewöhnliche Siegesserie hinlegen, um den Abstand zu schließen. Die Aufgabe ist enorm, die Hoffnung jedoch nicht gänzlich erloschen. Die Fans dürfen sich auf ein nervenaufreibendes Finale freuen, das entscheiden wird, ob der FCH in der Bundesliga bleibt oder den Gang in die Zweite Liga antreten muss.
