Bfc preussen plant: finanzielle sorgen und kader-umbruch?

Berlin – Der BFC Preussen blickt auf eine überraschend erfolgreiche Saison in der Regionalliga Nordost zurück, doch hinter den Kulissen braut sich möglicherweise etwas zusammen. Sportlicher Leiter Pierre Seiffert sprach im Gespräch mit dem kicker über die bevorstehende Saison, die Planungen und mögliche Probleme, die den Verein belasten könnten.

Ein blick zurück: überraschend starker auftritt

Nach einem holprigen Start, der Seiffert bereits Nervosität einflößen ließ, fand sich der BFC Preussen schnell und sammelte beeindruckende 41 Punkte. „Mit dieser Punktzahl ist man in der Regionalliga Nordost in der Regel nicht abgestiegen“, so Seiffert, was die Leistung der Mannschaft unterstreicht. Der Fokus liegt nun auf der Konsolidierung und einer realistischen Einschätzung der kommenden Herausforderungen.

Planung mit weitblick: frühe vorbereitung gefragt

Planung mit weitblick: frühe vorbereitung gefragt

Seiffert ist bekannt für seine frühzeitige Planung. „Wer mich kennt, weiß, dass ich schon lange vor Saisonende die Weichen stelle“, erklärte er. Die frühzeitige Sicherung des Klassenerhalts erleichtert die Arbeit mit den Spielern, da eine Doppelplanung für Oberliga und Regionalliga entfällt. Das ermöglicht eine gezieltere Perspektive für die Kadergestaltung.

Umbruch im kader: wenige abgänge geplant

Umbruch im kader: wenige abgänge geplant

Ein größerer Umbruch wie im Sommer 2025 ist nicht zu erwarten. Geschäftsführer Benjamin Borth hat bereits mit einigen Spielern Zweijahresverträge abgeschlossen, was die Kontinuität im Team sichert. Dennoch wird es, wie üblich, einige Veränderungen geben. „Es gibt immer mal Spieler, die unzufrieden sind. Da sind wir aber sicher nicht allein“, so Seiffert. Er rechnet mit der Verpflichtung von acht bis neun neuen Spielern, die in alle Mannschaftsteile passen.

Finanzielle stabilität? sorgenfalten trotz starker sponsoren

Finanzielle stabilität? sorgenfalten trotz starker sponsoren

Gerüchte über finanzielle Probleme kursieren, doch Seiffert weist diese zurück. „Davon höre ich zum ersten Mal.“ Er betont die Bedeutung der Sponsoren für den Verein und zeigt sich stolz auf die zahlreichen Partner. Allerdings räumt er ein, dass es gelegentlich zu Verzögerungen bei den Zahlungen kommt. Die geringen Zuschauereinnahmen in Berlin, verglichen mit Vereinen wie Halle, Erfurt oder Jena, machen den Verein stark von Sponsorengeldern abhängig.

Gmbh-struktur und stadionumbau: ein blick in die zukunft

Um die Weichen für die Zukunft zu stellen, plant der BFC Preussen, die erste Mannschaft zum 30. Juni in eine GmbH auszugliedern. Zudem stehen bauliche Veränderungen im Preussenstadion an, um die Verbandsvorschriften zu erfüllen. Zunächst werden überdachte Sitzplätze geschaffen, im darauffolgenden Jahr soll das Flutlicht erneuert werden. Trotz dieser Umbaumaßnahmen wird der Verein voraussichtlich weiterhin im Preussenstadion spielen können.

Realistische ziele für die nächste saison

Seiffert warnt vor zu großen Erwartungen für die Saison 2026/27. „Uns allen ist bewusst, dass das zweite Jahr immer das schwerere ist.“ Er geht davon aus, dass der BFC Preussen erneut gegen den Abstieg kämpfen wird. Der Fokus liegt auf der Förderung von Talenten und der Weiterentwicklung der Spieler.

Der sieg in halle: ein unvergessliches highlight

Ein persönliches Highlight der laufenden Saison war der Sieg im Stadion des Halleschen FC. „Da hat die Rückfahrt natürlich noch mehr Spaß gemacht“, erinnert sich Seiffert schmunzelnd. Dieser Erfolg zeigt, dass der BFC Preussen auch gegen größere Gegner mithalten kann.

Die Verhandlungen über die Vertragsverlängerung von Trainer Daniel Volbert und Co-Trainer Thorben Marx sind auf der Zielgeraden. Ein weiteres Jahr stabiler Führung scheint damit gesichert zu sein und bietet eine solide Basis für die anstehenden Herausforderungen.