Hecking schockiert: großkreutz' wolfsburg-wünsche als respektlosigkeit abgetan!
Wolfsburg – Der VfL Wolfsburg steuert mit Ach und Krach auf das Saisonende zu. Doch statt sich auf die sportliche Situation zu konzentrieren, sorgt ein Kommentar von Ex-Weltmeister Kevin Großkreutz für neue Unruhe. Trainer Dieter Hecking ließ das nicht auf sich sitzen und schoss scharf gegen die Äußerungen des ehemaligen Nationalspielers.

Der vorfall: großkreutz' sarkastischer wunsch
Im Podcast “Viertelstunde Fußball” hatte Großkreutz unlängst eine überraschende, wenn auch sarkastische, Meinung geäußert: Er wünsche sich, dass Wolfsburg absteigt. Begründung: “Das Stadion ist immer voll, die Stimmung ist geil.” Eine Aussage, die nun massive Kritik von VfL-Trainer Dieter Hecking auf sich zog.
“Ich finde solche Aussagen despektierlich”, erklärte Hecking gegenüber Sport Bild. “Es ist einfach, von außen draufzuhauen. Ein Verein, der fast 30 Jahre Bundesliga-Erfahrung hat, hat die sportliche Berechtigung, dort zu bleiben.” Hecking forderte eine Selbstreflexion: “Ich würde jedem raten, zuerst vor seiner eigenen Tür zu kehren.”
Die Lage in Wolfsburg ist ernst: Mit 33 Punkten steht der VfL auf dem direkten Abstiegsplatz 17. Sechs Spieltage vor Saisonende fehlen sechs Punkte zum Relegationsrang und sechs zum rettenden 16. Platz. Hecking betonte, dass er sich “nichts von Rechenspielen” machen wolle, sondern sich auf die eigenen Leistungen konzentrieren müsse. “Unser Minimalziel ist Platz 16.”
Doch die Gemüter sind auch innerhalb der Mannschaft aufgeheizt. Gerüchte über chaotische Zustände kursieren, doch Hecking wies diese zurück: “Die Mannschaft wird zu schlecht geredet. Es ist nicht einfach, mit vielen verschiedenen Nationalitäten und Charakteren umzugehen, aber es sitzen keine 24 Stinkstiefel im Kader, die sich nicht vertragen.” Allerdings räumte er ein, dass der Kader insgesamt zu groß sei, was die Situation zusätzlich erschwert.
Neben der Kritik an Großkreutz ließ Hecking auch seine Unzufriedenheit mit der Schiedsrichterleistung in einem kürzlichen Spiel durchscheinen: “Das war unterirdisch.” Ein deutliches Zeichen für den Druck, der auf dem Verein lastet.
Die jüngste 6:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen verdeutlicht die Probleme im Defensivbereich, während der FC Bayern München mit einem spektakulären Sieg gegen Mbappé und Vini erneut seine Dominanz demonstrierte. Der Kampf um den Klassenerhalt bleibt somit ein nervenaufreibender Drahtseilakt für den VfL Wolfsburg.
